Der nächste Porsche-Hypercar existiert vielleicht schon — nur mit Audi-Logo
Porsche muss den nächsten Hypercar vielleicht gar nicht neu entwickeln — die Basis könnte der Audi Nuvolari liefern, der wiederum direkt vom Lamborghini Temerario abstammt.
Porsche könnte schneller und günstiger an einen neuen Hypercar kommen, als wenn man ihn komplett neu entwickeln würde. Laut Automotive News wird als ein mögliches Szenario erwogen, sich die Architektur des kürzlich vorgestellten Audi Nuvolari zu leihen — eines Supersportwagens, der selbst auf der Technik des Lamborghini Temerario basiert. Eine konzerninterne Matrjoschka, und das eine beeindruckende.
Doch hier gilt es, Bestätigtes von Gerüchten zu trennen. Porsche hat offiziell nicht erklärt, ein Modell auf Basis des Nuvolari zu bauen. Bestätigt hat der Hersteller etwas anderes: Man prüfe Fahrzeuge und Derivate oberhalb der aktuellen zweitürigen Sportwagen — also oberhalb des 911. CEO Michael Leiters bringt das direkt mit dem Wunsch in Verbindung, wieder in margenstärkere Segmente vorzustoßen.
Das Szenario mit Audi-Technik ergibt allein wirtschaftlich Sinn. Der Nuvolari nutzt bereits die Mittelmotor-Architektur des Volkswagen-Konzerns, die eng mit dem Lamborghini Temerario verwandt ist. Für Porsche bedeutete das potenziell geringere Kosten und einen deutlich kürzeren Entwicklungszyklus als ein völlig eigenständiger Hypercar.
Zumal Porsche selbst inzwischen konsequent auf weniger Komplexität setzt. In der Strategy 2035 spricht das Unternehmen offen von weniger Varianten, einem schärferen Produktfokus und niedrigeren Kosten. Die Details dazu will die Marke am 7. Oktober auf dem Capital Markets Day offenlegen.
Zugleich wirkt das rein elektrische Mission-X-Szenario längst nicht mehr so gesetzt wie noch vor ein paar Jahren. Porsche betont, dass ein sportliches Flaggschiff zum Charakter der Marke passen muss — unabhängig vom Antrieb. Eine Hybridarchitektur mit Verbrennungsmotor wirkt daher heute für das Flaggschiff nicht weniger realistisch als ein reines EV.