Pavel Pavlov

Der wiedergeborene Interceptor wird zum 960-PS-Monster mit überraschender Zukunft

Der wiedergeborene Interceptor wird zum 960-PS-Trackmonster. Noch überraschender sind die geplanten viersitzigen und viertürigen GTR- und GT-Versionen.

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Jensen macht keine halben Sachen: Aus dem wiedergeborenen Interceptor ist nach den ersten Teasern ein fast 1000 PS starkes Trackmonster geworden. Der Interceptor GTX erhält einen 6,8-Liter-V8 mit Kompressor und GM-Ursprung, der von Late Model Engines tiefgreifend überarbeitet wurde und 960 PS leistet. Laut Jensen sind nach dem Umbau nur noch rund 20 % der ursprünglichen Motorkomponenten übrig. Und das soll noch nicht das Ende sein: Die Konstruktion verträgt eine deutlich stärkere Leistungssteigerung.

Der Motor sitzt vorn, doch das sequenzielle Sechsganggetriebe wurde als Transaxle an die Hinterachse verlegt. Angetrieben werden ausschließlich die Hinterräder. Bei rund 5,2 m Länge und etwa 2 m Breite wiegt der GTX nach Werksangabe 1650 kg, die Gewichtsverteilung liegt nahezu ideal bei 50:50. Dazu kommen Doppelquerlenker-Aufhängungen mit einstellbaren Nitron-Dämpfern, Bremsen von AP Racing und 20-Zoll-Räder. Das ist also kein bloß spektakuläres Showcar — die Technik ist für ernsthafte Arbeit auf der Rennstrecke ausgelegt.

Spontan zugreifen können allerdings nur sehr vermögende Enthusiasten. Der GTX bleibt zunächst vor allem ein Entwicklungsprototyp: Jensen will das Auto rund sechs Monate lang testen, Daten sammeln und die Reaktion potenzieller Kunden ausloten. Ein Fahrzeug in einer ähnlichen Konfiguration soll vorläufig £850.000–950.000 kosten. Endgültiger Preis und Stückzahl stehen noch nicht fest.

Und genau hier wird die Geschichte noch spannender. Der GTX ist nur der Auftakt einer neuen Interceptor-Familie. Danach soll ein extremerer, aber straßenzugelassener GTR folgen und anschließend ein komfortablerer GT. Beide Straßenmodelle sind als Viersitzer mit vier Türen geplant. Der künftige Rivale von Aston Martin und Bentley wird damit keine bloß gezähmte Kopie des heutigen zweitürigen Trackmonsters: Jensen bereitet faktisch einen ganz anderen Gran Turismo für die Straße vor.

© Jensen