Vlad Komarov

Die neue C-Klasse bekommt ein Preisproblem das Mercedes kaum ignorieren kann

Die überarbeitete Mercedes C-Klasse startet in Spanien bei 52.025 €. BMW und Audi sind günstiger, und selbst der elektrische C-Class unterbietet am oberen Ende den stärksten Plug-in-Hybrid.

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Mercedes-Benz hat die C-Klasse überarbeitet und ihr sofort einen Preis verpasst, der den Start unangenehm machen könnte. In Spanien kostet die Limousine nun ab 52.025 €, das T-Modell startet bei 53.625 €. Das sind keine vorläufigen Zahlen mehr: Mercedes kennzeichnet beide Versionen als neu und hat den Konfigurator geöffnet.

Den Einstieg bildet der 163 PS starke Diesel C 200 d. Darüber rangieren der 218 PS starke Benziner C 250, der 200 PS starke Diesel C 250 d und dessen Allradversion. Alle diese Motoren arbeiten mit einem 48-Volt-Startergenerator mit 17 kW und der Neungangautomatik 9G-Tronic. Auch die Verbrauchswerte können sich sehen lassen: Für den C 200 d nennt Mercedes offiziell 4,5 l/100 km, für den C 250 mit Benzinmotor 6,2 l/100 km.

Doch je weiter man in der Preisliste nach oben wandert, desto spannender wird das Bild. Laut spanischer Preisliste kostet der C 250 53.900 €, der C 250 d 55.575 € und der C 250 d 4MATIC 58.000 €. Der Plug-in-Hybrid C 300 e steht mit 64.250 € in der Liste, der C 400 e 4MATIC erreicht bereits 70.850 €. Beim T-Modell reicht die Spanne von 53.625 bis 72.425 €.

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Die Plug-in-Hybride sind dabei alles andere als Feigenblatt. Der C 300 e kommt auf eine Systemleistung von 326 PS, der C 400 e 4MATIC auf 394 PS. Die nutzbare Batteriekapazität beträgt 19,53 kWh, Gleichstrom-Schnellladen ist mit bis zu 55 kW möglich. In der spanischen Technik-Tabelle nennt Mercedes für beide Versionen eine elektrische EAER-Reichweite von bis zu 109 km.

Und genau hier beginnt das eigentliche Preisparadox. Der vollelektrische C-Class steht im spanischen Konfigurator bereits ab 69.800 €. Damit ist der Plug-in-Hybrid C 400 e 4MATIC für 70.850 € exakt 1.050 € teurer als das Elektroauto. Vor nicht allzu langer Zeit hätte diese Reihenfolge ziemlich seltsam gewirkt.

Doch auch außerhalb der eigenen Modellpalette wartet ein unangenehmer Vergleich. BMW bietet den Diesel 318d Sedan in Spanien derzeit ab 50.200 € an, der Audi A5 startet bei 48.900 €. Damit liegt der Basis-C 200 d um 1.825 € über dem nächstliegenden BMW und um 3.125 € über dem günstigsten A5. Verglichen werden Einstiegspreise aus den offiziellen Konfiguratoren vor individuellen Händlerrabatten; Transport- und weitere Kosten können von den Marken unterschiedlich eingerechnet werden.

Das Facelift selbst geht deutlich tiefer als ein bloßer Tausch der Stoßfänger. Die C-Klasse mit Benzinmotor erhält den Zweiliter-M 254 EVO mit elektrisch unterstütztem Verdichter, Mercedes hat die Elektronik umfassend modernisiert und die Antriebe auf künftige Emissionsvorgaben vorbereitet. Der 48-Volt-Startergenerator der zweiten Generation leistet bis zu 17 kW und gehört zu den zentralen Bausteinen der Überarbeitung.

Und was bleibt am Ende? In Spanien bietet die C-Klasse nun drei sehr unterschiedliche Wege zu überraschend ähnlichen Preisen: einen sparsamen Diesel ab 52.025 €, einen PHEV ab 64.250 € und ein reines Elektroauto ab 69.800 €. Am oberen Ende entscheidet der Preis nicht einmal mehr über die Antriebsart: Der elektrische C-Class ist formal günstiger als der stärkste Plug-in-Hybrid. Mercedes hat sich damit im eigenen Schauraum einen bemerkenswerten Konkurrenten geschaffen.

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