Pavel Pavlov

Europa öffnet sich Tesla FSD weiter, jetzt ist Slowenien dran

Slowenien erkennt Teslas niederländische FSD-Supervised-Freigabe vorläufig an. Damit wächst der Druck vor einer möglichen EU-weiten Entscheidung im Oktober.

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Zuerst die Niederlande, dann vier weitere Länder und jetzt Slowenien. Tesla bahnt Full Self-Driving Supervised Schritt für Schritt den Weg durch Europa: Am 7. September erkannte das Land die niederländische Genehmigung vorläufig an, und Tesla kündigte an, die Funktion bald für lokale Besitzer freizuschalten. Slowenien ist damit nach den Niederlanden, Litauen, Estland, Dänemark und Belgien bereits das sechste EU-Land.

Doch der große Name Full Self-Driving kann falsche Erwartungen wecken. Die europäische Version von FSD Supervised macht aus einem Tesla kein vollständig autonomes Auto: Es bleibt ein fortschrittliches Fahrerassistenzsystem. Der Mensch am Steuer trägt weiterhin die Verantwortung, muss die Straße ständig beobachten und jederzeit sofort eingreifen können.

Ausgangspunkt für Teslas europäischen Vorstoß war die Entscheidung der niederländischen RDW vom 10. April 2026. Die Behörde erteilte nach mehr als anderthalb Jahren Tests auf Prüfgeländen und öffentlichen Straßen eine vorläufige Genehmigung. Diese gilt jedoch nicht automatisch in der gesamten Europäischen Union, weshalb einzelne Länder sie vorerst jeweils für ihr eigenes Staatsgebiet anerkennen.

Die wichtigste Entscheidung steht noch bevor. Der Technische Ausschuss der EU für Kraftfahrzeuge soll am 6. Oktober 2026 zusammentreten, und bei diesem Treffen könnte über eine Ausweitung der Genehmigung auf die gesamte Europäische Union abgestimmt werden. Garantiert ist die Abstimmung an diesem Tag allerdings nicht, denn die Entscheidung könnte auf die nächste Sitzung verschoben werden. Unterdessen hat Tesla einen speziellen Datensatz zur Sicherheit von FSD Supervised geöffnet, der die Position des Unternehmens im europäischen Genehmigungsverfahren stützen soll.

Und Slowenien ist ganz offensichtlich nicht das Ende der Geschichte. Die finnische Behörde Traficom prüft offiziell, ob FSD Supervised zugelassen werden kann, während Frankreich Anfang September zur Straßenbewertung des Systems mit zwei Tesla-Fahrzeugen übergegangen ist. Damit ist die slowenische Entscheidung mehr als nur eine lokale Nachricht aus einem kleinen Markt. Sie ist ein weiterer Schritt zu dem Moment, in dem über die Zukunft von FSD Supervised für die gesamte Europäische Union entschieden werden könnte.

A. Krivonosov