Dmitry Yakin

Nach neun Jahren weigert sich der Lexus LS noch immer abzutreten

Kein Generationswechsel, dafür tiefgreifende Feinarbeit: Der Lexus LS bekommt mehr Karosseriesteifigkeit, REDS-Dämpfung, neu abgestimmtes Fahrwerk und in Japan nur noch den Hybrid.

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Neun Jahre am Band — und der Lexus LS denkt noch immer nicht ans Aufhören. Lexus wechselt die Generation nicht, überarbeitet das Fahrwerk des Flaggschiffs aber spürbar. Seit dem 10. September wird die aktualisierte Limousine in Japan ab 14,14 Millionen Yen angeboten. Das Spannendste bleibt im Verborgenen: Die Ingenieure haben den Mitteltunnel zusätzlich versteift und an den hinteren Streben das REDS-System eingesetzt.

Was bringt das? REDS ist eine dämpfende Konstruktion mit einem wärmehärtenden Harz. Sie kommt an Streben der Hinterradaufhängung und des Gepäckraums zum Einsatz, um hochfrequente Vibrationen zu reduzieren. Gleichzeitig wurden das adaptive AVS-Fahrwerk und die elektrische EPS-Lenkung neu abgestimmt. Das Ziel klingt einfach, ist es aber nicht: natürlichere Lenkreaktionen und weniger Nick- sowie Wankbewegungen der schweren Limousine.

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Für den LS ist das keine Revolution, sondern die nächste Runde einer jahrelangen Feinarbeit an derselben Plattform. Schon beim Update 2023 versteifte Lexus die Karosserie für präzisere Reaktionen und ergänzte unter anderem eine Strebe am Kühlerträger. Jetzt rücken der Mitteltunnel und feine Vibrationen in den Fokus. Es geht also immer weniger um einzelne Teile — und immer mehr um das Gefühl hinter dem Lenkrad.

Außen sind die Änderungen leichter zu erkennen. Am Heck ersetzt ein großer LEXUS-Schriftzug das bisherige Emblem. Das Panoramadach lässt sich nun für die gesamte Baureihe bestellen, während ein vorderer Netz-Windabweiser die Luftgeräusche bei geöffnetem Dach senken soll. Für die Executive-Ausführung wächst zudem die Auswahl an Innenraumfarben, die sich mit dekorativen Glasflächen im Kiriko-Stil kombinieren lassen.

Noch wichtiger ist jedoch der Umbau der Modellpalette: Der Benziner LS500 ist praktisch von der Bühne verschwunden. Auf der japanischen Lexus-Website wird er bereits als eingestellt geführt, damit steht der LS500h mit 3,5-Liter-V6 und Hybridsystem im Mittelpunkt. Die aktualisierte offizielle Preisliste beginnt bei 14,14 Millionen Yen für den heckgetriebenen LS500h F SPORT und reicht bis 18,05 Millionen Yen für den EXECUTIVE mit Allradantrieb.

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Das Update vom 10. September betrifft dennoch den aktuellen LS und nicht die künftige Familie, die Lexus längst viel radikaler neu denkt. Mit dem LS Coupe Concept erprobt die Marke einen völlig anderen Umgang mit Innenraum und Materialien. Das Update 2026 wirkt deshalb wie eine gezielte Lebensverlängerung für die fünfte Generation — ohne spektakuläres Redesign, aber mit ernsthafter Arbeit an Karosserie und Fahrwerk. Dieses Flaggschiff ist noch nicht fertig.

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