Gemini kommt zum alten XC40, doch die neuen Sensoren nicht
Gemini kann ältere XC40 erreichen, doch der größere Bildschirm, neue Radare, Kameras und 12 Ultraschallsensoren verlangen echte neue Hardware.
Einen älteren Volvo XC40 macht ein Fingertipp nicht zum überarbeiteten Auto. Es gibt aber eine wichtige Ausnahme: Nur für Google Gemini muss niemand den Wagen wechseln. Der KI-Assistent erreicht schrittweise auch bereits ausgelieferte Volvo-Modelle mit Google built-in. Beim größeren Bildschirm, den neuen Radaren, Kameras und 12 Ultraschallsensoren sieht es anders aus — das ist echte Hardware, die keine Software herbeizaubern kann.
Volvo hat XC40, EX40 und EC40 deutlich aufgerüstet. Das zentrale Display wächst von 9 auf 11,2 Zoll. Gleichzeitig bekommt das Sensorsystem neue Front- und Eckradare, eine Frontkamera, hintere Eckradare, 12 neue Ultraschallsensoren und neue Parkkameras. Auch Pilot Assist kann mehr: Hinzu kommen Unterstützung beim Spurwechsel, eine Warnung beim Öffnen der Tür und eine 3D-Ansicht der Rundumkamera.
Genau hier wird es spannend. Gemini ist nicht fest an das Facelift gekoppelt. Volvo begann bereits im Frühjahr damit, den neuen Assistenten schrittweise auf ältere Fahrzeuge mit Google built-in auszurollen. Der Hersteller macht jedoch eine wichtige Einschränkung: Der konkrete Funktionsumfang hängt von Modell, Modelljahr, Markt, verbauter Hardware und Rechenleistung des Fahrzeugs ab.
Damit zeigt sich fast lehrbuchhaft, wo Software endet und Hardware beginnt. Eine neue Oberfläche oder ein Sprachassistent kann per OTA kommen. Ein 11,2-Zoll-Display, zusätzliche Radare, Kameras und Ultraschallsensoren eben nicht.
Die zusätzliche Hardware hat noch eine zweite Seite: Reparaturen hängen stärker von einer korrekten Kalibrierung ab. In der Anleitung für den bisherigen XC40 schreibt Volvo nach einem Windschutzscheibenwechsel ausdrücklich eine erneute Kalibrierung von Kamera und Radar vor. Ohne sie können die verbundenen Fahrerassistenzsysteme eingeschränkt arbeiten, ausfallen oder falsch reagieren.
Wer zwischen einem bereits verfügbaren XC40 und dem überarbeiteten Modell wählt, sollte Software und Hardware deshalb klar trennen. Nur wegen Gemini auf das Facelift zu warten, ergibt kaum Sinn. Beim neuen Sensorpaket und dem 11,2-Zoll-Bildschirm sieht es anders aus. Das kann ein älteres Auto nicht einfach herunterladen.