Dmitry Yakin

Retro-Jimny und HiAce verlassen die Nische und werden zum Großprojekt

FLEX FOUND bringt die Retro-Umbauten von ALPINE STYLE in 16 japanische Filialen – und ADAS samt Notbremsassistent soll vollständig funktionieren.

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Zuerst waren es auffällige Retro-Umbauten für Fans. Jetzt drehen FLEX und ALPINE STYLE deutlich größer auf: Die Unternehmen haben mit FLEX FOUND eine eigene Marke geschaffen und bringen die umgebauten HiAce und Jimny in das FLEX-Händlernetz in ganz Japan. Die ersten öffentlichen Präsentationen starten bereits am 26. September, insgesamt sollen die Fahrzeuge in 16 Filialen zu sehen sein.

Zur Baureihe gehören der FOUND CARICA auf Basis des Toyota HiAce 200 und der FOUND BEAS für den Suzuki Jimny. Für den Jimny gibt es außerdem den BEAS+ auf Sierra-Basis und den BEAS+L auf Nomad-Basis. Und dabei geht es um weit mehr als zwei neue Stoßfänger: Pro Fahrzeug kommen rund 80–90 spezielle Karosserieteile zum Einsatz, fast alle davon werden in Japan gefertigt. ABS-Komponenten entstehen per Spritzguss und Vakuumformung, anschließend werden Farbe und Spaltmaße von Hand angepasst.

Die Idee hinter BEAS ist allerdings nicht neu. ALPINE STYLE verkaufte Fahrzeuge dieser Reihe schon früher, und Beas sowie Beas+ kamen bereits 2025 in die Body Kit Line. Der eigentliche Wandel liegt deshalb weniger im Design als im Maßstab: Aus einzelnen Custom-Projekten wird eine eigenständige Produktlinie mit deutlich breiterem Vertriebsnetz.

FLEX FOUND

Das Spannendste steckt jedoch nicht in der Optik. Ein tiefgreifender Umbau darf einem modernen Auto seine serienmäßigen Sicherheitssysteme nicht nehmen. FLEX erklärt, dass die neuen Karosserieteile ADAS einschließlich automatischer Notbremsung nicht beeinträchtigen und die Fahrzeuge weiterhin die Anforderungen der japanischen Hauptuntersuchung erfüllen. Gerade bei modernen Jimny ist das entscheidend, weil beim Austausch von Stoßfängern, Kühlergrill und Leuchten die Position von Kameras, Radar und weiteren Sensoren berücksichtigt werden muss.

Damit endet die Individualisierung noch lange nicht. Käufer können Innenraum, Räder, Fahrwerk und Multimediasystem verändern; für Reisende gibt es sogar Schlafausstattung. Die wichtigste Frage lässt FLEX aber noch offen: Was werden fertige FOUND CARICA und FOUND BEAS kosten? Erst die Preisliste wird zeigen, wie teuer der Schritt von bekannten ALPINE-STYLE-Lösungen zur vollwertigen FLEX-FOUND-Baureihe wird.

Die erste Präsentationsrunde findet am 26.–27. September in zehn Filialen in Zentral- und Westjapan statt. Eine zweite folgt am 3.–4. Oktober in sechs weiteren Standorten, darunter Filialen in Sapporo, Sendai und Fukuoka.

FLEX FOUND