17:07 19-12-2025

Tesla Semi nach Design-Refresh: bessere Aerodynamik, Produktion in Nevada vor dem Hochlauf

Dan Priestley, Programmdirektor des Tesla Semi, erklärt, die elektrische Zugmaschine habe nach einem Design-Refresh tiefgreifende Verbesserungen erhalten. Er habe die überarbeitete Version selbst erprobt und ist überzeugt, dass die Änderungen bei Kunden Anklang finden. Priestley begleitet den Semi seit 2015 und hat die Entwicklung durch alle Phasen geführt – Selbstvertrauen aus solcher Nähe zum Projekt hat Gewicht.

Vorgestellt wurden die Updates erstmals auf der Tesla-Hauptversammlung 2025. Die Außenhaut wurde mit klarem Fokus auf Effizienz neu gezeichnet: eine überarbeitete Frontschürze mit optimierten Aero-Kanälen, eine kompaktere Panoramascheibe, eine geschmeidigere Dachlinie sowie eine Lichtleiste im aktuellen Markendesign. Alles zielt darauf, den Luftwiderstand zu senken. Der aufgeräumte, zweckorientierte Auftritt ist damit mehr als Kosmetik; bei Langstrecken-E-Lkw zählt jedes Quäntchen Aerodynamik – genau an dieser Stellschraube entscheidet sich in der Praxis oft der Unterschied.

Das Redesign fiel mit der Fertigstellung der Semi Factory auf dem Gelände der Gigafactory Nevada zusammen. Tesla plant, die Produktion im kommenden Jahr hochzufahren. Nach Angaben von Elon Musk bleibt die Nachfrage nach dem Semi außergewöhnlich hoch. Große Pilotkunden wie Frito-Lay und PepsiCo prüfen die Fahrzeuge auf Reichweite, Effizienz und Zuverlässigkeit – eben jene Alltagstests, die den Ruf eines Nutzfahrzeugs formen. Wenn die Messwerte halten, was die neue Form verspricht, stärkt das die Argumente im Flotteneinkauf.

Als erster Großanwender will Tesla den Semi in der eigenen Logistik einsetzen. Neben Konzernflotten positioniert das Unternehmen den elektrischen Lastzug auch als Option für kleinere Betriebe, die Transporte fahren und Betriebskosten senken möchten – gehen die Kalkulationen auf, könnte das die Verbreitung leise, aber spürbar beschleunigen. Hier entscheidet am Ende der Taschenrechner.