09:55 21-12-2025

Peugeot erwägt Comeback des Kombis: Alternative zum SUV mit Elektro-Fokus

Peugeot könnte die Idee eines Mittelklasse-Kombis neu aufgreifen. Nach dem Auslaufen des 508 schließt das Unternehmen ein künftiges Modell, das Nutzwert und Stil als Alternative zu SUV verbindet, nicht aus. CEO Alain Favey hält fest, dass heute alle Hersteller – Peugeot eingeschlossen – sehr gute SUV bauen, der Markt sich aber schrittweise nach anderen Antworten umsieht und die Marken bereits über den nächsten Schritt nachdenken. Das wirkt eher wie ein Blick nach vorn als wie Nostalgie.

Der Kontext ist klar: Die zweite Generation des 508 wurde nie zum Mainstream-Erfolg. In Großbritannien sanken die späten Verkaufszahlen so stark, dass das Modell aus dem Programm genommen wurde; im Frühjahr 2025 lief die Produktion ohne direkten Nachfolger aus. Favey betont, die Nachfrage habe eine Fortführung im Portfolio nicht mehr gerechtfertigt – was jedoch nicht bedeute, dass man das Segment grundsätzlich aufgebe. Das ist eine nüchterne Entscheidung, kein Rückzug.

Das muss kein Kombi alter Schule sein. Peugeot lässt durchblicken, dass sich das Format weiterentwickeln könnte: Gesucht wird das stimmige Rezept für die Zeit nach dem SUV. In der Praxis könnte das eine neue Interpretation des Familien-Allrounders sein, die die Alltagstauglichkeit eines Kombis bewahrt und gleichzeitig das liefert, was Käufer heute erwarten – Elektrifizierung, Technologie und ein mutigeres Design. Der Auftrag wirkt schlüssig und, sauber umgesetzt, durchaus reizvoll.

Als mögliche Gegenspieler gelten bereits Modelle, die Praktikabilität auf ihre Weise neu denken: BYD Seal 6, Toyota bZ4X Touring und Subaru E-Outback. Das deutet darauf hin, dass der Kombi von morgen häufiger elektrisch oder hybrid unterwegs sein wird und eher aktive Familien ins Visier nimmt als Taxiflotten. Die Richtung ist erkennbar – spannend bleibt, wer sie am überzeugendsten prägt.