07:27 24-12-2025

Möglicher Klimaanlagen-Defekt bei GM: Sammelklage für Silverado, Sierra, Tahoe & Co.

Acht Jahre später ringt ein US-Bundesgericht noch immer mit einer Klage gegen General Motors wegen eines möglichen Defekts an der Klimaanlage in den großen Pickups und SUVs des Konzerns. Betroffen sind die Chevrolet Silverado 1500 und GMC Sierra 1500 der Baujahre 2014–2017 sowie die Chevrolet Tahoe und Suburban, die GMC Yukon und der Cadillac Escalade der Baujahre 2015–2017.

Die Kläger führen an, dass die Fahrzeuge eine problematische Kühlauslegung nutzen: Der A/C-Kondensator ist mit dem Getriebeölkühler kombiniert. Nach Angaben von Besitzern führen abrupte Temperatursprünge zu thermischer Belastung, Rissen, Kältemittelverlust – und zu einem Innenraum, der nicht mehr kühlt. Die geschilderte Ausfallmechanik klingt technisch plausibel: Ein gekoppelter Wärmetauscher bietet wenig Puffer für plötzliche Wärmespitzen.

Frühere Beschwerden erwähnen zudem schwache Leitungen und Kondensatoren, die ihre Dichtigkeit verlieren können. Besitzer sagen, GM habe das Problem schon zu Beginn des Jahrzehnts gekannt, die umstrittene Konstruktion aber beibehalten – mit Reparaturrechnungen für Kunden in vierstelliger Höhe. Neben dem Komfort betonen sie auch die Sicherheit: Beschlagene Scheiben und Hitze im Innenraum können die Souveränität am Steuer beeinträchtigen; fällt die Klimaanlage in einem großen Truck oder SUV aus, ist das mehr als nur unangenehm.

Im Lauf der Zeit hat sich der Streit verengt: Die Kläger suchen die Sammelklage-Zertifizierung inzwischen nur noch in fünf US-Bundesstaaten, darunter Kalifornien und Florida. GM hält die Probleme für Einzelfälle und erklärt, viele Fahrzeuge seien kostenlos repariert worden. Damit zeichnet der Hersteller das Bild eines begrenzten Mangels, während der Druck für eine Sammelklage zeigt, dass viele Besitzer weiterhin eine breitere Lösung anstreben.