01:54 27-12-2025

Genesis gegen die Crossover-Schwemme: Kombi-Plädoyer und Konzept Wingback

Genesis hält den Markt für übervoll mit Crossovern und stellt Kombis als vernünftige Alternative zur aktuellen Welle heraus. Wie Chefdesigner Luc Donckerwolke betont, sorge der rasante SUV-Aufstieg für Gleichförmigkeit und schrumpfende Vielfalt – eine Feststellung, die leise, aber deutlich einen Nerv trifft und dem Status quo widerspricht.

Als Beleg zeigte Genesis das Konzept Wingback, das skizziert, wie ein sportlicher Kombi als ausgewogeneres Format dienen könnte. Aus Sicht der Marke verbindet dieser Fahrzeugtyp kräftige Fahrleistungen, Alltagstauglichkeit und Stabilität auf der Straße – ohne das Mehr an Gewicht und Höhe, das vielen Crossovern eigen ist. In einem Segment, das oft eher nach Bodenfreiheit als nach Finesse greift, wirkt dieses Plädoyer bemerkenswert zeitgemäß.

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Genesis hebt hervor, dass Kombis dank niedrigerem Schwerpunkt fahrdynamische Vorteile bewahren und dennoch ähnlich viel Platz bieten. Dass diese Denke auch anderswo gilt, zeigen Audi RS6 Avant und BMW M5 Touring – Maschinen, die ernsthafte Leistung mit Alltagstauglichkeit verbinden. Die Logik dahinter ist schlicht und überzeugend: Bleibt die Masse niedrig, reagiert das Auto sauberer.

Bereits in Serie hatte Genesis den G70 Shooting Brake für ausgewählte Märkte im Programm. Auf Basis der G70-Limousine wurde er mit Turbomotoren bis 365 PS angeboten. Trotz der begrenzten Verfügbarkeit fügte sich das Modell schlüssig in die Strategie der Marke ein, die Vielfalt der Karosserieformen lebendig zu halten.

Im Unternehmen gilt der Rückzug vom Kombi zugunsten von Crossovern als Entscheidung des Marktes, nicht als technische Notwendigkeit. Künftig will Genesis Design und Packaging gezielt als Wettbewerbsvorteil nutzen – ein Ansatz, der, konsequent verfolgt, dem Showroom wieder wohltuende Vielfalt bescheren könnte.