04:16 27-12-2025

Ford rüstet BlueOval SK in Glendale auf Energiespeicher um – 1.600 Jobs weg

Ford fährt die Produktion von Batterien für Elektrofahrzeuge im Werk BlueOval SK in Glendale offiziell herunter. Laut einer WARN-Mitteilung werden rund 1.600 Beschäftigte entlassen; die Kürzungen sollen um den 14. Februar 2026 beginnen. Das gibt dem Übergang eine lange Anlaufphase.

Das Werk stellt seinen Betrieb in der jetzigen Form ein, weil Ford seine Strategie neu justiert. Stattdessen soll der Standort künftig Energiespeichersysteme für Rechenzentren und Versorger produzieren. Das Unternehmen rechnet damit, dass Demontage und Umrüstung mindestens 16 Monate dauern; der Neustart wird erst 2027 erwartet. Schon der Zeitplan zeigt, wie groß dieser Umbau ausfällt. Der Kurswechsel macht deutlich, wie flexibel Hersteller ihre E-Strategien derzeit halten.

Für das künftige Projekt will Ford nach eigenen Angaben bis zu 2.100 Mitarbeitende einstellen; Entlassene wurden gebeten, sich später erneut zu bewerben. Für viele, die für Jobs in der Akkuproduktion in den Bundesstaat gezogen sind, wirkt das weniger wie ein nahtloser Übergang und mehr wie ein Neustart. Hinter den Schichtplänen bleibt das vor allem eines: ein Bewährungstest für Geduld und Planungssicherheit.

Ein Arbeitskonflikt mit der UAW verkompliziert die Lage zusätzlich. Die Gewerkschaft verbuchte die Wahl mit einem Vorsprung von 11 Stimmen als Sieg, Ford fechtet jedoch 41 Stimmzettel an. Jetzt muss das National Labor Relations Board entscheiden, ob das Ergebnis anerkannt wird. Wird die Gewerkschaft zertifiziert, könnte das Unternehmen verpflichtet sein, die Werksschließung und Entschädigungsregelungen auszuhandeln.