08:53 27-12-2025

Jim Farley erhält im Pope Francis Center in Detroit ein handgefertigtes Ford Model T

Ford-Chef Jim Farley hat bei einem ehrenamtlichen Einsatz im Pope Francis Center in Detroit ein ungewöhnliches Weihnachtsgeschenk bekommen. Seit mehreren Jahren unterstützt der Manager dort Menschen ohne festen Wohnsitz: Er verteilt Essen und Kleidung, hilft beim Putzen und packt in der Küche mit an.

In diesem Jahr kam die Aufmerksamkeit von Allan Webster, einem Bewohner der Anlaufstelle, der nach einer Sucht sein Leben neu ordnet. Er fertigte in Handarbeit ein Modell eines Ford Model T Pick-ups. Nach Angaben der Detroit Free Press zeigte Webster bereits als Kind Talent fürs Zeichnen, doch familiäre Belastungen und Alkoholismus lenkten seinen Weg in eine andere Richtung.

Seit neun Monaten lebt er im Pope Francis Center, arbeitet künstlerisch und plant einen beruflichen Neustart. Er erklärte, er wolle als Maler arbeiten und seine Fähigkeiten in der dekorativen Kunst weiterentwickeln. Farley betonte beim Entgegennehmen des Geschenks, er werde beim Blick auf das Modell stets an diesen Moment denken, und er ermutigte Webster, die Chance zur Veränderung nicht verstreichen zu lassen.

Solche Begegnungen zeigen, dass hinter den üblichen Diskussionen darüber, welches Auto vorne liegt, Menschen stehen – und Prinzipien, die Autobauer über das Geschäft hinaus tragen. Gerade in einem Konzernumfeld wirken stille Gesten dieser Art oft glaubwürdiger als jede Kampagne; sie klingen länger nach als ein beliebiger Slogan.