02:38 28-12-2025
Nissan Ariya überarbeitet: Leaf-inspiriertes Design, V2L und neues Google-Infotainment
Nissan hat den Ariya überarbeitet – mit einer wichtigen Einschränkung: In den USA ist die Aktualisierung praktisch hinfällig, denn das Modell kehrt im Modelljahr 2026 nicht auf diesen Markt zurück. Anderswo bleibt der Ariya im Programm, und die Änderungen ordnen sich klar der jüngsten Formensprache der Marke unter, die vor allem der neue Leaf vorgibt.
Im Mittelpunkt steht die Front. Der Ariya verabschiedet sich vom angedeuteten Kühlergrill, der das E-Auto aus der Distanz wie einen Verbrenner wirken ließ. Stattdessen gibt es eine karosseriefarbene Blende, überarbeitete Leuchten und eine beruhigte Schürze. In Summe wirkt der Crossover näher am Leaf – nur größer und substanzreicher. Das aufgeräumte Gesicht lässt den Ariya endlich eindeutig als Elektroauto auftreten.
Hinten ändert sich wenig, die retro-inspirierten Rückleuchten des Leaf werden nicht übernommen. Neu sind dagegen 20-Zoll-Räder sowie der Lackton Plasma Green, besonders eindrucksvoll mit schwarzem Kontrastdach. Außerdem verspricht Nissan Feinschliff am Fahrwerk mit Fokus auf Komfort. Für einen entspannten Alltagsbegleiter ist das die richtige Priorität.
Technisch ist vor allem V2L (Vehicle-to-Load) neu. Der Ariya kann nun bis zu 1,5 kW über den Ladeanschluss per Adapter abgeben, und das Auto lässt sich abschließen, während die Versorgung weiterläuft. Gedacht ist das sowohl für Ausflüge als auch als Notstromquelle. Im Innenraum hält ein neues Google-basiertes Infotainmentsystem Einzug. 1,5 kW sind zwar überschaubar, im Alltag aber für leichte Geräte und kleine Engpässe gut nutzbar.
Reichweite und Leistung legen nicht zu: In Japan bleiben die Batterien mit 66 und 91 kWh im Programm, Frontantrieb mit einem Motor ist Standard, e-4ORCE-Allrad optional. Auffällig: Der sportliche Ariya Nismo (429 PS) behält sein Exterieur vor dem Facelift, bekommt aber V2L und das aktualisierte Infotainment – vermutlich, um ein Kleinserien-Kit nicht neu zu konstruieren. Eine pragmatische Entscheidung, die Ressourcen dort bündelt, wo sie mehr bewirken.