12:06 01-01-2026

Kalifornien verschärft 2026 die Verkehrsregeln: Radar- und Lidar-Kontrollen, 30 km/h an Schulen, neue E‑Bike- und AV‑Standards

Kalifornische Behörden haben ein Paket neuer Gesetze abgesegnet, das am 1. Januar 2026 in Kraft tritt und die Regeln für Autofahrerinnen und Autofahrer sowie Nutzer elektrischer Mobilität neu ordnet. Im Mittelpunkt steht ein Caltrans-Pilotprojekt, das Radar- und Lidar-Kameras in Straßenbaustellen einsetzt.

Die Systeme erkennen automatisch Tempoverstöße, erfassen das Kennzeichen und stellen dem Fahrzeughalter einen Bescheid zu. Verfahren zur Überprüfung und zum Einspruch sind Bestandteil der Einführung. Zudem darf Caltrans Tempolimits auf Highways vorübergehend um 8 km/h senken; in den ersten 30 Tagen werden dazu Verwarnungen ausgesprochen. Die Botschaft ist eindeutig: In aktiven Baustellen hat Sicherheit Vorrang vor Geschwindigkeit.

Auch Schulzonen werden strenger geregelt. Kommunen können das Limit von 40 auf 30 km/h absenken, und ab 2031 gilt diese Grenze automatisch überall dort, wo entsprechende Schilder stehen. Diese Klarheit dürfte die Einhaltung erleichtern – und die Kontrolle nachvollziehbarer machen.

Die Regel zum Ausweichen oder Abbremsen wird ebenfalls ausgeweitet. Fahrerinnen und Fahrer müssen künftig nicht nur in der Nähe von Einsatzkräften langsamer werden oder die Spur wechseln, sondern auch bei jedem stehenden Fahrzeug mit Warnblinkanlage, einschließlich Fahrzeugen des Straßendienstes. Ein pragmatischer Schritt, der die Sicherheitszone für Teams und Gestrandete vergrößert.

Mehrere Änderungen betreffen die E-Mobilität. Ab 2026 müssen E‑Bikes jederzeit mit einem roten Rückstrahler oder Rücklicht ausgestattet sein. Die Polizei darf bestimmte schnelle E‑Bikes für mindestens 48 Stunden sicherstellen. Darüber hinaus müssen alle Lithium‑Ionen‑Akkus und Geräte zertifizierte Sicherheitsstandards erfüllen. Für ein rasant wachsendes Segment bringt das Ordnung, ohne den Alltag unnötig zu verkomplizieren.

Auch autonome Fahrzeuge erhalten neue Vorgaben: Bis Mitte 2026 müssen sie über ein bidirektionales Kommunikationssystem für Rettungs- und Einsatzkräfte verfügen. Zusammengenommen stecken diese Maßnahmen die Spielregeln für Fahrzeuge des Jahres 2026 in einem der größten US-Automärkte ab – ein deutliches Signal für smartere Kontrolle und berechenbarere Sicherheitsinfrastruktur.