02:37 07-01-2026

US-Automarkt unter Trump: E-Auto-Förderung endet, Hybride gewinnen

Anfang 2026 funktioniert der US-Automarkt nach einer neuen Logik: Statt eines Sprints zur beschleunigten Elektrifizierung rücken Deregulierung, Protektionismus und eine nüchterne Kosten-Nutzen-Rechnung der Käufer in den Vordergrund. Das Weiße Haus markiert nach der Rückkehr von Donald Trump diesen Kurswechsel offen, stellt SPEEDME.RU nach einer Analyse des weltweit zweitgrößten Automarkts fest. Es wirkt weniger wie eine Revolution als wie eine von Politik und Portemonnaies geprägte Neujustierung.

Der empfindlichste Hebel für die Nachfrage nach E-Autos bleibt das Geld. Ende 2025 kam es zu einem Endspurt vor Fristablauf: Die bundesweiten Förderungen für Elektrofahrzeuge liefen aus, und manche Käufer sicherten sich den Nachlass, solange er noch zu haben war.

Danach rückten die Besitzkosten in den Mittelpunkt: Hohe Finanzierungskosten schärfen die Preissensibilität, und ohne Zuschüsse lassen sich Stromer in der Masse schwerer verkaufen. Folgerichtig sprechen Hersteller weniger vom schnellen Sprung als von einer Portfolio-Strategie, in der Hybride und Plug-in-Hybride die Hauptbrücke bilden, während reine Elektroautos dort gezielt ausgerollt werden, wo Marge und Ladeinfrastruktur tragen. In einem Umfeld hoher Zinsen ist das nachvollziehbar — weniger Tempo-Rhetorik, mehr tragfähiger Grip.