04:53 07-01-2026

Afeela 1 von Sony Honda: US‑Start 2026, Technik, Preis und Ökosystem

Auf der CES 2026 haben Sony und Honda Afeela endlich aus der Dauer-Prototypphase in die Realität geholt. Nach mehreren Vision‑S‑Auftritten und der Gründung des Joint Ventures Sony Honda Mobility im Jahr 2022 bestätigten die Partner, dass der Afeela 1 bis Ende 2026 in den USA ankommt – zunächst in Kalifornien, mit Arizona und Japan im Jahr 2027 als nächste Stationen. Gleichzeitig zeigten sie ein zweites Modell, den Afeela Prototype 2026, mit stärker abfallender Silhouette und mehr Bodenfreiheit; eine für die USA bestimmte Serienversion ist für 2028 in Aussicht gestellt, wie 32CARS.RU berichtet.

Technisch ist der Kurs klar: Die Plattform vertraut auf Komponenten von Qualcomm, während Sony die Kameras und Bildsensoren für die Fahrerassistenz liefert. Derzeit ist das System auf L2+ ausgelegt, langfristig peilt man L4 an, bei dem der Mensch nur noch gelegentlich eingreifen muss. Der Aufstieg ist anspruchsvoll, doch die Arbeitsteilung spielt den jeweiligen Stärken der Marken sichtbar in die Karten.

Im Innenraum steht das Software-Erlebnis im Mittelpunkt. SHM entwickelt einen persönlichen Assistenten auf Basis der Arbeiten von OpenAI und Microsoft Azure und will die Plattform für externe Entwickler öffnen. Hinzu kommt eine Mobilitätskomponente mit Krypto-Prämien. In Summe deutet das auf einen Ökosystem-Ansatz statt eines singulären Produkts – ein Cockpit, das sich über die Zeit weiterentwickelt, statt eines starren Armaturenbretts. Das wirkt wie eine Strategie, die kontinuierliche Updates höher gewichtet als klassische Modellwechsel.

Der Afeela 1 wird mit rund 90.000 US‑Dollar veranschlagt, die Produktion ist im Honda-Werk in Ohio angesiedelt; Probefahrten sind geplant, bevor vorbestellte Fahrzeuge ausgeliefert werden. Der Neuling präsentiert vor allem Sonys Stärken – von AR-Unterhaltung bis zum Streaming von PlayStation‑5‑Spielen auf dem Zentralbildschirm. Die Ansprache zielt klar auf technikaffine Käuferinnen und Käufer und zeichnet ein Profil, das eher auf immersives Infotainment als auf traditionelle Fahrfreude setzt. Wer sein Auto als digitalen Raum begreift, dürfte sich hier besonders abgeholt fühlen.