11:56 07-01-2026

XPeng P7+ startet Pilotmontage bei Magna Steyr: EU-Premiere, 5C-Laden und EREV-Option

XPeng setzt zu einem Schritt an, der bis 2026 den Ton für chinesische Marken in der EU angeben könnte: Auftragsfertiger Magna Steyr hat in seinem Werk in Graz, Österreich, die Pilotmontage der Limousine XPeng P7+ gestartet. Die Fahrzeuge entstehen aus Semi-Knocked-Down-Kits, die aus China kommen – ein pragmatischer Weg, um die Wirkung von Handelsbarrieren und Einfuhrabgaben für E-Autos abzufedern. In der aktuellen Lage wirkt das wie der vernünftige Einstieg in den europäischen Markt.

Die Europapremiere ist für den 9. Januar angesetzt. Der P7+ tritt als stattliche Viertürer-Limousine an: 5,07 Meter Länge, 3,0 Meter Radstand. Zum Start kommt er in zwei Ausführungen – als reines BEV und als EREV mit Benzin-Range-Extender.

xpeng.com

Nach chinesischer Spezifikation bietet die BEV-Version Akkus mit 61,7 und 74,9 kWh und eine maximale Reichweite von bis zu 725 km im CLTC-Zyklus. Beim Laden sticht der P7+ hervor: je nach Batterie sind 3C (30–80 % in 20 Minuten) und sogar 5C (30–80 % in 12 Minuten) vorgesehen. Die Leistung liegt bei 180 kW im Basismodell und 230 kW in der höheren Ausführung. Auf dem Papier könnten diese Werte – sofern sie sich in Europa bestätigen – die Erwartungen im Segment spürbar verschieben.

Die EREV-Variante zielt klar auf elektrisches Fahren: bis zu 430 km CLTC allein mit dem 49,2-kWh-Akku, insgesamt bis zu 1.550 km CLTC. Dazu kommt eine 800-Volt-Architektur mit 5C-Ladefähigkeit, die das Prinzip „schnell laden, weit fahren“ konsequent ausreizt.

Für die Version 2026 hat XPeng Innenraum und Ausstattung überarbeitet, unter anderem mit großem Head-up-Display, und die Assistenzsysteme ausgebaut. Drei hauseigene Turing-Chips liefern zusammen 2.250 TOPS; NGP-Funktionen decken Stadt und Autobahn ab, mit dem erklärten Ziel der Level-3-Kompatibilität. Kommt die Software wie angekündigt, scheint die Hardware-Basis mehr als gerüstet.