22:34 08-01-2026
FX Super One von Faraday Future: Zeitplan, Ziele und Supercharger-Zugang
Faraday Future hat eine detaillierte Roadmap vorgelegt, um das neue Elektroauto FX Super One an den Markt zu bringen. Der Start ist im zweiten Quartal 2026 mit einer ersten, auf 50 Fahrzeuge begrenzten Serie für FX Par-Partner geplant. In Phase zwei sollen im dritten Quartal weitere 200 Exemplare an Branchenführer und B2B-Kunden gehen. Der reguläre Einzelverkauf an Privatkunden ist für das vierte Quartal 2026 oder Anfang 2027 vorgesehen. Die gestaffelte Einführung wirkt wie ein vorsichtiges, aber gezieltes Anrollen – erst Multiplikatoren bedienen, dann breiter öffnen.
Zugleich steckt sich das Unternehmen ein ehrgeiziges Fünfjahresziel von 400 bis 500 Tausend Fahrzeugen, getragen vom FX Super One und dem kommenden FX 4. Anvisiert werden rund 20 Prozent Bruttomarge; ein positives EBITDA soll innerhalb von drei Jahren erreicht werden. Für eine Marke im Aufbau sind das große Pläne, doch die klar definierten Etappen deuten auf eine disziplinierte Skalierungsstrategie. Am Ende wird konsequente Umsetzung darüber entscheiden, wie schnell diese Kurve Wirklichkeit wird.
Ein wesentlicher Baustein ist eine Vereinbarung mit Tesla, die Besitzern des FX Super One Zugang zum Supercharger-Netz in Nordamerika, Japan und Südkorea verschafft. Die Zertifizierungen bei EPA, CARB und FMVSS laufen nach Plan; die Homologation will Faraday Future bis zum dritten Quartal 2026 abschließen. Der Zugang zum Schnellladen nimmt ein spürbares Kaufhemmnis, und der harmonisierte Regulierungspfad lässt erkennen, dass die Entwicklung von Beginn an auf Konformität ausgelegt war.
Ergänzend dazu kündigt Faraday Future den Einstieg in Embodied AI mit eigenen Robotersystemen an. Die ersten Entwicklungen sollen am 4. Februar auf der NADA-Show in Las Vegas debütieren – ein Hinweis darauf, dass die Marke nicht nur Fahrzeuge im Blick hat, sondern das größere Ökosystem intelligenter Mobilitätswerkzeuge.