05:20 09-01-2026

Cybercab-Marke blockiert: USPTO bremst Teslas Robotaxi

Tesla ist mit der Bezeichnung Cybercab — dem Namen, der das künftige Robotaxi krönen sollte — unerwartet juristisch ins Stolpern geraten. Trotz der viel beachteten Enthüllung am 10. Oktober 2024 war die Marke nicht rechtzeitig gesichert. Als Tesla schließlich im November 2025 den Antrag einreichte, stellte sich heraus: Der Name gehörte bereits dem französischen Getränkehersteller UniBev.

Das US-Patent- und Markenamt (USPTO) erließ daraufhin eine Aussetzungsmitteilung: Formal darf Tesla eine Marke, die einem anderen Rechteinhaber gehört, nicht verwenden. Der Autobauer versuchte, die Behörde davon zu überzeugen, dass das eigene Vorhaben größer angelegt sei und daher Vorrang verdiene; die Argumente verfingen nicht — die Regeln gelten für alle gleichermaßen. Es ist nicht das erste Mal, dass sich die Wege beider Unternehmen kreuzen: Zuvor hatte sich UniBev die Rechte an Teslaquila gesichert. Für eine Marke, die Produkteinführungen sonst bis ins Detail durchchoreografiert, wirkt dieses Versäumnis bemerkenswert vermeidbar.

Bleiben zwei Optionen: Entweder Gespräche aufnehmen, um die Rechte zu kaufen, oder das bislang als Konzept gezeigte Robotaxi umbenennen. Ein Zukauf könnte teuer werden, zumal Tesla das Branding bereits groß angelegt hat. Eine Umbenennung birgt Risiken, weil Cybercab bewusst an die Cybertruck-Ästhetik anknüpft — reißt man diesen visuellen Faden ab, verliert die Erzählung, die das Unternehmen aufgebaut hat, spürbar an Schlagkraft.