04:12 14-01-2026
Die wahren Betriebskosten von Autosammlungen und Hypercars
Eine größere Autosammlung verschlingt Summen, die den Alltagsbetrieb wie Kleingeld wirken lassen. AAA beziffert die durchschnittlichen jährlichen Kosten für den Betrieb eines Autos in den USA auf 11.577 US-Dollar, doch bei Sammlerinnen und Sammlern schnellen die Ausgaben um Größenordnungen nach oben.
Der Besitzer der Hamilton Collection, Steve Hamilton, beziffert die laufenden Kosten für seine rund 30 Millionen US-Dollar teure Garage auf etwa 260.000 bis 270.000 US-Dollar pro Monat – tatsächlich eher etwas darüber. Allein Wartung und Umbauten schlagen mit rund 135.000 US-Dollar monatlich zu Buche. Blogger James Condon (TheStradman) gibt jährlich 154.373 US-Dollar aus, um eine Sammlung im Wert von 3,36 Millionen US-Dollar fahrbereit zu halten; darin enthalten sind Versicherung, Service, Zulassung und Reifen. Selbst in dieser Größenordnung verschlingt die Pflege Jahr für Jahr den Gegenwert eines gut ausgestatteten Sportwagens.
Auch bescheidenere Ställe sind kein Schnäppchen. Der britische Autoexperte Harry Metcalfe meldete für seine Klassiker Wartung und Versicherung in Höhe von 39.845 Pfund pro Jahr – verbunden mit dem Hinweis, dass auch gelegentliche Nutzung als kostspieliger Posten zu Buche schlagen könne.
Am teuersten wird es bei Supercars und Hypercars. Für einen Bugatti Veyron kostet ein Scheinwerfer rund 38.000 US-Dollar, ein Reifensatz 42.000 US-Dollar, und der Austausch der Batterie eines McLaren P1 liegt bei 156.700 US-Dollar. Beim Lamborghini Aventador bewegt sich der jährliche Basisservice üblicherweise zwischen 6.000 und 10.000 US-Dollar. In dieser Liga hat ein Verschleißteil schnell den Preis eines Familienautos.
Hinzu kommen die leisen Ausgaben: Unterbringung, Sicherheit, Personal, Transporte und professionelle Aufbereitung. Die Einlagerung einer Sammlung kann sich auf bis zu 180.000 US-Dollar pro Jahr summieren, und der Transport eines einzelnen Supercars kostet pro Strecke bis zu 5.000 US-Dollar. Noch bevor der erste Kilometer gefahren ist, knabbert die Logistik spürbar am Budget.
Unterm Strich bleibt eine klare Erkenntnis: Die feinsten Automobile verlangen nicht nur beim Kauf große Schecks, sondern auch dauerhaft hohe Betriebskosten, um sie makellos und einsatzbereit zu halten – der Preis dafür, fahrbare Kunst jederzeit abrufbar zu halten.