01:58 16-01-2026
BMW plant Reihensechszylinder, V8 und V12-Motoren weiterzuführen
BMW macht deutlich, dass die Ära großer Verbrennungsmotoren noch lange nicht vorbei ist. Trotz verschärfter Umweltvorschriften in Europa plant das Unternehmen, Reihensechszylinder, V8 und sogar V12-Motoren im Programm zu behalten.
Anpassung der Motoren an die Euro-7-Norm
Laut BMW-Technikvorstand Joachim Post wurde die neue Motorengeneration von Anfang an für die Euro-7-Norm konzipiert. Wichtige Änderungen betreffen das Abgassystem und die Katalysatoren, sodass die Vorgaben ohne radikale Neukonstruktion erfüllt werden können. Das verschafft BMW einen Vorteil gegenüber Wettbewerbern, für die der Umstieg deutlich teurer werden könnte.
Der V12 und die Rolle von Rolls-Royce
Sogar der Zwölfzylinder bleibt Teil der Konzernstrategie. Dabei geht es vor allem um den 6,75-Liter-V12, der weiterhin in den Rolls-Royce-Modellen Ghost, Cullinan und Phantom zum Einsatz kommt.
Zwar stellte BMW die eigene V12-Produktion 2022 offiziell ein, doch schließt das Unternehmen nicht aus, dass dieser Motor künftig auch außerhalb der Rolls-Royce-Marke Verwendung finden könnte, etwa in Alpina-Projekten.
Künftige M-Modelle und die Balance zur Elektrifizierung
BMW hat bestätigt, dass die nächste M3-Generation nicht nur eine vollelektrische Version, sondern auch eine Variante mit Verbrennungsmotor bieten wird. Der Benziner erhält einen überarbeiteten 3,0-Liter-Reihensechszylinder vom Typ S58 mit Mild-Hybrid-System. Ein ähnlicher Ansatz wird für den künftigen M4 erwogen, dessen Lebenszyklus bis zum Ende des Jahrzehnts reichen könnte.
BMW setzt auf eine vielfältige Antriebspalette und drängt nicht zum Ausstieg aus klassischen Motoren. Angesichts der Tatsache, dass 2025 noch über 80 Prozent der Fahrzeuge von BMW, Mini und Rolls-Royce mit Verbrennungsmotoren verkauft wurden, erscheint die Strategie, große Motoren zu erhalten, pragmatisch und an den tatsächlichen Kundenpräferenzen ausgerichtet.