07:52 18-01-2026
Volkswagen verbessert Fahrerassistenzsysteme mit anonymisierten Kundendaten
Volkswagen erweitert ein europäisches Projekt, bei dem Kundenfahrzeuge zu Datenquellen für die Verbesserung von Fahrerassistenzsystemen werden. Italien ist nun eines der Länder, in denen Fahrzeuge der Marke direkt zur Erhöhung der Verkehrssicherheit beitragen können.
Das Konzept ist einfach: Bremst ein Auto scharf oder weicht es einem Hindernis aus, kann es anonymisierte Daten an Ingenieure senden. Situationen wie plötzlich auftauchende Fußgänger oder zu nah kommende Radfahrer helfen dem System, für die Zukunft schneller zu reagieren. Die Teilnahme ist freiwillig, Besitzer können ihre Zustimmung jederzeit geben oder widerrufen.
Daten werden nicht kontinuierlich, sondern nur bei sicherheitskritischen Ereignissen wie Notbremsungen, plötzlichen Manövern oder vollständigen Stopps erfasst. Die Analyse umfasst Kamerabilder, Sensorsignale, Geschwindigkeit, Lenkwinkel und Umgebungsbedingungen.
Das Projekt läuft bereits in Deutschland und umfasst nun etwa 40 europäische Länder. Später werden weitere Marken der Gruppe – Audi, Porsche, Skoda und Cupra – hinzukommen. Die Vorteile erreichen alle Kunden durch Software-Updates, was eine kollektive Intelligenz über die gesamte Flotte schafft.
Dieser Ansatz beschleunigt die Entwicklung von ADAS-Systemen, indem er reale Verkehrssituationen nutzt, nicht nur Labortests. Volkswagen betont die Einhaltung europäischer Datenschutzanforderungen und den Verzicht auf die Übermittlung persönlicher Informationen.