Das Pilotprojekt OctoFlexBW in Deutschland ist abgeschlossen. Dabei kooperierten TransnetBW und Octopus Energy, um über 700 Elektrofahrzeuge von Privathaushalten zur Stabilisierung des Stromnetzes zu nutzen.

Der Versuch umfasste den gesamten Zyklus des Lastmanagements, vom Laden zu Hause bis zur Integration in das System des Netzbetreibers. Die E-Fahrzeuge erbrachten täglich eine Flexibilität von 2 MWh. Nach Angaben der Teilnehmer könnte eine Hochskalierung auf eine Million Fahrzeuge ein Potenzial von 3 GWh pro Tag erreichen, was bis zu 5 % des Bedarfs für Überlastmanagement abdecken könnte.

OctoFlexBW, TransnetBW, Octopus Energy
transnetbw.de

Das System arbeitet über die Plattform KrakenFlex, die Daten analysiert und Ladezeiten anpasst. Bei Risiken einer Netzüberlastung werden Signale an den Betreiber gesendet, und das Laden wird automatisch umverteilt. Nutzer konnten die Bereitschaftszeit ihres Fahrzeugs festlegen, ohne dabei Beeinträchtigungen zu erfahren. Die Teilnehmer profitierten zudem von niedrigeren Stromtarifen.

Mit steigender Zahl von E-Fahrzeugen wächst das Potenzial solcher Lösungen. Fahrzeuge werden so zu einer Infrastruktur, die nicht nur transportiert, sondern auch das Energiesystem unterstützt. Das Projekt wird unter dem Programm DataFleX fortgesetzt, das darauf abzielt, über 1.000 E-Fahrzeuge zu vernetzen und Heimenergiespeicher zu integrieren.