BMW gründet neues Fahrzeugrecycling-Zentrum für Kreislaufwirtschaft
BMW eröffnet 2029 ein Kompetenzzentrum für Circularity in Wackersdorf. Es verbessert Recycling, reduziert CO2-Fußabdruck und nutzt Design for Circularity.
Die BMW Group hat die Gründung eines neuen Fahrzeugrecycling- und Demontagezentrums – des Kompetenzzentrums Circularity (CCC) – in Wackersdorf bekannt gegeben. Das bestehende Zentrum in Unterschleißheim wird dorthin verlegt, wobei seine Kapazität deutlich erweitert wird. Der Komplex soll Anfang 2029 in Betrieb gehen.
Dieses Zentrum wird ein Schlüsselelement der Unternehmensstrategie zur Entwicklung einer Kreislaufwirtschaft sein. Sein Hauptziel ist es, die Effizienz des Fahrzeugrecyclings und der Materialwiederverwendung zu verbessern. In der Praxis bedeutet dies, die Abhängigkeit von Primärrohstoffen zu verringern und den CO2-Fußabdruck der Produkte zu senken.

BMW weist darauf hin, dass die Erfahrungen aus über 30 Jahren Betrieb im aktuellen Zentrum bereits in der Fahrzeugentwicklung angewendet werden. Bei der Gestaltung von Komponenten und Materialien werden Prinzipien des „Design for Circularity“ berücksichtigt.
Der neue Komplex wird Technologieentwicklung mit praktischem Recycling verbinden. Schwerpunkte sind die Automatisierung der Demontage, die Weiterentwicklung von Sortiertechnologien und das Recycling von Wasserstofffahrzeugen. Zudem werden Recyclingdaten über eine einheitliche Wissensdatenbank einem globalen Netzwerk von etwa 3.000 Einrichtungen in 32 Ländern zugänglich sein.
Dieses Projekt steht auch im Zusammenhang mit der Zusammenarbeit von BMW mit PreZero, die auf die Weiterentwicklung des Altfahrzeugrecyclings abzielt. Insgesamt ergibt sich ein klares Bild: Solche Lösungen werden voraussichtlich den gesamten Markt beeinflussen, einschließlich neuer Fahrzeuge ab 2026, bei denen das Potenzial der Materialwiederverwendung bereits in der Designphase berücksichtigt wird.