BMW beobachtet eine unerwartete Entwicklung: Die Sportkombis M3 Touring und M5 Touring erfreuen sich außerhalb Europas wachsender Beliebtheit. Besonders deutlich zeigt sich das in Australien, wo die Nachfrage nach diesen Modellen die eigenen Erwartungen des Unternehmens übertrifft.

Laut BMW-M-Chef Frank van Meel galt der Markt lange als fest in der Hand von Limousinen und SUVs. Doch das hat sich geändert. Im Jahr 2025 entfielen 38 Prozent der M3-Verkäufe und 35 Prozent der M5-Verkäufe auf die Touring-Varianten. Das ist ein deutliches Signal für eine Marke, die das Interesse an solchen Karosserieformen lange unterschätzt hat.

In der Praxis spiegelt dies einen Wandel der Kundenpräferenzen wider. Käufer wünschen sich zunehmend eine Kombination aus Praktikabilität und Hochleistung, und Kombis werden zum perfekten Kompromiss. Vor diesem Hintergrund denkt BMW bereits über eine Erweiterung seiner Touring-Palette nach.

Mögliche neue Modelle umfassen einen elektrischen i3 Touring, der bis 2027 auf den Markt kommen könnte, gefolgt von einer M-Version etwa ein Jahr später. Die Zukunft der aktuellen Modelle bleibt dagegen gemischt. Die Produktion des M3 Touring könnte bereits 2027 enden, während der M5 Touring auf ein Update vorbereitet wird.

Insgesamt zeigt die BMW-M-Touring-Geschichte, dass der Markt sich wieder den Kombis zuwendet, was durchaus Sinn ergibt. Während SUVs an Reiz verlieren und Elektroautos zur Norm werden, könnten diese Hochleistungskombis zum nächsten Trend avancieren.