Ford plant Comeback: Sieben neue Modelle und E-Offensive

Ford plant Comeback: Sieben neue Modelle und E-Offensive
A. Krivonosov
David Carter
David Carter, Editor

Ford kündigt sieben neue Modelle für Europa an: Ranger Super Duty und Transit City. Der Hersteller setzt auf Hybride und fordert realistische Regulierung.

Ford plant ein großes Comeback in Europa. Bei einem Händler- und Partnertreffen in Salzburg stellte der Hersteller eine Dreijahresstrategie vor. Sie umfasst sieben neue Modelle, eine erweiterte Ford Pro-Sparte und eine neue globale Markenidee namens Ready-Set-Ford. Diese steht für Arbeit, Leistung und Abenteuer, berichtet SPEEDME.

Bei den Nutzfahrzeugen gibt es zwei wichtige Neuzugänge. Der Ranger Super Duty ist bereits bestellbar. Er wurde nicht für die Show, sondern für echte Arbeit konzipiert – zum Beispiel für Rettungsdienste, Forstwirtschaft, Bergbau oder den Militäreinsatz. Der Truck hat ein Gesamtzuggewicht von acht Tonnen, kann bis zu 4,5 Tonnen ziehen und bietet fast zwei Tonnen Nutzlast. Zu den Verbesserungen gehören eine verstärkte Aufhängung, zusätzlicher Unterbodenschutz und mehr Bodenfreiheit.

Ein weiterer Neuzugang ist der vollelektrische Transit City. Der Stadtvan richtet sich an Firmenflotten und Umweltzonen. Es wird drei Versionen geben, darunter ein Fahrgestell für Individualaufbauten. Die Auslieferung an die Händler soll Ende 2026 beginnen.

Auch im Pkw-Segment verändert sich einiges. Bis Ende 2029 verspricht Ford fünf neue in Europa gebaute Modelle: einen speziell für Europa entwickelten Bronco, einen kompakten SUV mit mehreren Antriebsoptionen, einen sportlichen EV der B-Klasse, einen kleinen elektrischen City-Crossover sowie zwei weitere SUVs mit verschiedenen Antriebskonfigurationen.

Ford Pro will sich vom reinen Transporter-Verkäufer zum umfassenden Servicepartner wandeln. Schon jetzt sind über 1,2 Millionen europäische Kunden an das System angeschlossen. Die Fahrzeuge senden täglich knapp sechs Millionen Diagnosesignale.

Das Fazit: Ford will nicht, dass Europa ausschließlich auf reine Elektroautos gedrängt wird. Das Unternehmen fordert die Regulierungsbehörden auf, die tatsächliche Nachfrage, die Ladeinfrastruktur und die Bedürfnisse kleiner Unternehmen zu berücksichtigen. Für Ford sind PHEVs und EREVs kein vorübergehender Kompromiss, sondern eine Möglichkeit, Kunden während der Übergangsphase zu binden.