Ferrari hat ein Patent für ein elektronisches Kupplungspedal angemeldet, das für Straßenfahrzeuge gedacht ist. Das Konzept zielt darauf ab, das Fahrgefühl eines manuellen Getriebes zu erhalten und dabei auf digitale Steuerung zu setzen.
Bei einem herkömmlichen Auto entkoppelt das Pedal den Motor vom Getriebe mittels eines Seils, einer Stange oder eines Hydrauliksystems. In Ferraris Entwurf übernimmt die Elektronik diese Aufgabe. Dennoch legte das Unternehmen großen Wert auf das taktile Erlebnis und stellte sicher, dass sich das Pedal wie ein echtes Kupplungspedal betätigt und zurückfedert.
Der Patentbeschreibung zufolge umfasst der Mechanismus einen Kolben, eine Feder und eine speziell geformte Nockenprofil. Beim Betätigen des Pedals steigt der Widerstand, und die Form der Kontaktfläche hilft, das Verhalten einer herkömmlichen Kupplungsbaugruppe nachzuahmen. Sensoren überwachen die Pedalstellung und senden Befehle an das Steuersystem.
Ferrari hat nicht präzisiert, für welchen Antrieb diese Technologie vorgesehen ist. Das Pedal könnte mit einem konventionellen Verbrennungsmotor, einem robotisierten Getriebe, einer Automatik oder sogar einem Elektrofahrzeug zusammenarbeiten, wo es Gangwechsel simulieren würde.
Koenigsegg hat bereits eine ähnliche Technologie verwendet, aber für Ferrari ist dies ein Weg, in einer Zeit digitaler Systeme die emotionale Bindung zum Auto wiederherzustellen. Im Sportwagensegment des Jahres 2026 könnten solche Lösungen eine Alternative zum traditionellen Handschaltgetriebe darstellen, das aus modernen Supersportwagen nahezu verschwunden ist.