Alpine A390 GT: Der Langstreckentest offenbart Stärken und Schwächen

Alpine A390 GT: Der Langstreckentest offenbart Stärken und Schwächen
alpine-cars.co.uk
David Carter
David Carter, Editor

Der Alpine A390 GT im Langstreckentest über 2.500 km: Verbrauch, Reichweite und Alltagstauglichkeit des Elektro-SUVs. Lohnt sich der Kauf?

Die französische Zeitschrift L’Argus hat den Alpine A390 GT einem 2.500 Kilometer langen Test unterzogen. Das erste sportliche SUV der Marke wurde auf Familienfahrten, Autobahnen, in der Stadt und auf kurvigen Landstraßen geprüft.

Der A390 ist aktuell in der GT-Version mit 401 PS erhältlich. Die stärkere GTS-Variante mit 470 PS verzögert sich aufgrund von Lieferproblemen bei den Batterien. Der GT besitzt drei Elektromotoren, einen LG-Akku mit 89 kWh Kapazität und wiegt 2.124 Kilogramm.

Trotz des hohen Gewichts punktet das Auto mit gutem Fahrverhalten. Die Lenkung ist direkt, das Fahrwerk präzise und die Stabilität hoch. Allerdings sind die elektronischen Systeme konservativ abgestimmt: Selbst im Track-Modus unterbindet der Wagen frühzeitig jeden Versuch des Übersteuerns.

Die Alltagstauglichkeit gibt Anlass zu Kritik. Die niedrige Dachlinie und die kräftigen Säulen erschweren den Zugang zum Fond, und das Raumgefühl ist begrenzt. Der Kofferraum bietet jedoch 532 Liter, was für einen Familienausflug ausreicht.

Der größte Wermutstropfen ist der Verbrauch. Auf Nebenstraßen und in der Stadt lag der Durchschnitt bei 21,8 kWh pro 100 Kilometer, was einer realen Reichweite von rund 408 Kilometern entspricht. Auf der Autobahn bei 130 km/h stieg der Verbrauch auf 27,1 kWh pro 100 Kilometer, sodass nur etwa 230 Kilometer zwischen den Schnellladungen liegen. Das Laden von 20 auf 80 Prozent dauert rund 27 Minuten.

Ab 67.500 Euro fehlen dem A390 GT zudem ein Head-Up-Display, eine Hinterachslenkung, ein adaptives Fahrwerk und ein Panoramadach. Unter den Elektroautos für Stadt und Langstrecke sticht das Modell durch seinen Charakter hervor, bleibt in der Effizienz aber hinter manchen Konkurrenten zurück.