Stellantis und Qualcomm vertiefen ihre Zusammenarbeit. Die künftigen Modelle des Autokonzerns erhalten die Snapdragon Digital Chassis-Lösungen. Es geht dabei nicht allein um Infotainment, sondern um eine durchgängige digitale Grundlage für Cockpit, Vernetzung und Fahrerassistenzsysteme.
Im Zentrum der Abmachung steht Snapdragon Ride Pilot. Die ADAS-Plattform lässt sich von simplen Sicherheitsfunktionen bis zu Level 2+ inklusive automatisiertem Fahren auf Autobahn und in der Stadt hochskalieren. Qualcomm hatte Ride Pilot bereits zuvor mit BMW lanciert, wo es im neuen iX3 Premiere feierte und in mehr als 60 Ländern erprobt wurde. Bis 2026 soll die Plattform in über 100 Märkten verfügbar sein.
Bei Stellantis zählt weniger eine einzelne clevere Funktion als vielmehr die Standardisierung. Das Snapdragon Digital Chassis wird mit STLA Brain, der Elektronik- und Softwareplattform des Konzerns, verzahnt. Dadurch lassen sich neue Features schneller auf den Markt bringen, Over-the-Air-Updates vereinfachen und durch eine gemeinsame Architektur über Marken und Segmente hinweg Kosten senken.
Den Namen des Chips werden Fahrer zwar nicht sehen, seine Effekte aber spüren: ein flotteres Interface, stabilere Verbindungen, eine breitere Palette an Assistenzfunktionen und die Option, Dienste nach dem Kauf hinzuzufügen oder zu verbessern. Allerdings: L2+ ist kein fahrerloser Autopilot. Der Fahrer trägt weiterhin die Verantwortung und muss das System im Auge behalten.
Da Stellantis bis 2030 eine große Modellreihen-Relaunch vorbereitet, ist eine solche Plattform als Basis unerlässlich. Der Konzern muss dutzende neue Fahrzeuge schneller und kostengünstiger lancieren. Ohne eine einheitliche Elektronik würde das zu einem teuren Chaos führen.