Wie Daihatsu aus einem Billig-Kei-Crossover einen Sicherheitsprimus macht

Wie Daihatsu aus einem Billig-Kei-Crossover einen Sicherheitsprimus macht
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Pavel Pavlov
Autor: Pavel Pavlov

Das Taft-Update 2026 erhöht die Reaktionsgeschwindigkeit der Fußgänger-Notbremsung auf 80 km/h, erkennt jetzt Radfahrer und Gegenverkehr – und bringt einen auffälligen neuen Orangeton mit.

Daihatsu hätte es sich leicht machen und einfach eine neue Farbe nachreichen können. Stattdessen bekommt der Kei-Crossover Taft in Japan ein Update, das auf dem Papier bescheiden wirkt, in der Praxis aber genau das verbessert, was Leben retten kann. Die Überarbeitung betrifft Sicherheit, Kombiinstrument und Karosseriedetails, dazu ergänzen die Sonderversionen Rugged Venture und Active Mode die Palette. Der Basispreis liegt bei 1.435.500 Yen — umgerechnet rund 7.800 Euro.

Und jetzt wird es spannend. Die wichtigste technische Neuerung ist das überarbeitete Sicherheitspaket Smart Assist — und die Änderungen sind alles andere als kosmetisch. Das System erkennt jetzt Radfahrer, die den Fahrweg kreuzen, entgegenkommende Fahrzeuge beim Rechtsabbiegen sowie Fußgänger beim Abbiegen. Die maximale Geschwindigkeit, bei der die Fußgänger-Notbremsfunktion noch eingreift, wurde von 60 auf 80 km/h angehoben — ein spürbarer Sprung, der das System vom Stadtverkehr in Überlandtempo hebt. Zusätzlich hat Daihatsu die Präzision des adaptiven Tempomaten und der Spurhalteassistenz verbessert.

Im Innenraum sitzt jetzt ein 7-Zoll-TFT-Display in Kombination mit einem digitalen Tacho. Kleinigkeit? Vielleicht. Aber genau solche Details lassen einen Billig-Kei-Wagen weniger billig wirken. Die Farbpalette wächst außerdem um den Ton Spark Orange. Am Antrieb ändert sich hingegen nichts: Saugmotor oder Turbo mit 0,66 Litern Hubraum, CVT-Getriebe, Front- oder Allradantrieb — ganz ohne Überraschungen.

Die Version Rugged Venture setzt auf abgedunkelte Zierelemente, silberne Applikationen, Räder in Gunmetal und ein herausnehmbares Staufach unter dem Kofferraumboden — klar auf Kundschaft ausgerichtet, die mehr als nur Einkaufstüten transportiert. Active Mode geht einen anderen Weg: überwiegend schwarze Zierteile, dazu gegen Aufpreis ein Paket mit orangefarbenen Aufklebern und zusätzlichen Außenakzenten. Für die einen Zurückhaltung, für die anderen Auffälligkeit.

Die regulären Taft-Versionen kosten zwischen 1.435.500 und 1.831.500 Yen — umgerechnet etwa 7.800 bis 9.900 Euro. Der Rugged Venture ist mit 1.705.000–1.914.000 Yen bepreist, also rund 9.200 bis 10.300 Euro, der Active Mode mit 1.721.500–1.930.500 Yen, umgerechnet etwa 9.300 bis 10.400 Euro. Das Modell ist für den japanischen Markt bestimmt, wo es von der günstigen Kei-Car-Steuerklasse profitiert.

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