Ferrari hat einen Weg gefunden, V8 und V12 am Leben zu halten

Ferrari hat einen Weg gefunden, V8 und V12 am Leben zu halten
B. Naumkin
Vlad Komarov
Autor: Vlad Komarov

Ferraris Chef sagt: CO₂-neutraler Kraftstoff ändert nichts am Motor. Bis Ende 2026 kommen zwei weitere Modelle, und der Verbrenner bleibt fester Bestandteil der Strategie.

Der elektrische Ferrari Luce läutet in Maranello keineswegs das Ende der Benzinmotoren ein. Das Unternehmen hat bereits mehrere Arten CO₂-neutraler Kraftstoffe getestet — und keinerlei Veränderung in der Funktionsweise der Motoren festgestellt, wie Ferrari-CEO Benedetto Vigna erklärte.

Vigna zufolge ordnet Ferrari Biokraftstoffe der breiteren Kategorie der carbon neutral fuels zu. Welche Kraftstoffmischungen genau getestet wurden und an welchen Motoren, verriet der Chef nicht — bislang handelt es sich also um erfolgreiche Tests, nicht um eine bestätigte Umstellung der Serienmotoren V6, V8 oder V12 auf den neuen Treibstoff. Voreilige Schlüsse sind fehl am Platz.

Diese Klarstellung verändert den Blick auf Ferraris Strategie nach dem Luce. Der Elektrowagen ersetzt die übrigen Antriebe nicht — er stellt sich einfach daneben. Nach dem offiziellen Plan für 2030 sollen Verbrenner rund 40 % der Modellpalette ausmachen, Hybride weitere 40 % und rein elektrische Modelle nur 20 %.

Und das ist noch nicht alles. Bis Ende 2026 zeigt Ferrari zwei weitere Autos — die Namen hält das Unternehmen bislang geheim. Eine der Premieren könnte eine offene Version des Hypercars F80 mit abnehmbarem Dach und dem bekannten Hybridantrieb mit rund 1.200 PS sein. Als zweiter Kandidat gilt eine noch extremere Variante des Ferrari 12Cilindri.

Beide Annahmen sind offiziell nicht bestätigt. Markenanmeldungen, Erprobungsprototypen und Journalisten-Prognosen allein beweisen noch nicht, dass ein bestimmtes Modell premierenreif ist.

Die beiden verbleibenden Debuts passen jedenfalls in Ferraris langfristigen Fahrplan: Zwischen 2026 und 2030 will die Marke im Schnitt vier neue Autos pro Jahr vorstellen. Benzin-, Hybrid- und Elektroentwicklung laufen dabei parallel weiter.

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