Der Iveco-Deal verschiebt sich erneut, diesmal landet er im November

Der Iveco-Deal verschiebt sich erneut, diesmal landet er im November
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Vlad Komarov
Autor: Vlad Komarov

Tata Motors startet sein €3,8-Milliarden-Angebot für Iveco erst Anfang September und schließt es Anfang November ab — Monate später als ursprünglich geplant.

Die Inder bekommen ihre Beute am Ende doch noch. Die Übernahme von Iveco durch Tata Motors verschiebt sich erneut — und das ist nicht die erste Verzögerung. Noch im Mai rechnete die italienische Gruppe mit einem Abschluss bis Ende September 2026. Jetzt soll das öffentliche Übernahmeangebot erst Anfang September eröffnet und Anfang November abgeschlossen werden.

Wie die Pressestelle von Iveco mitteilt, fehlt für den Start des Verfahrens nur noch eine behördliche Genehmigung. Tata Motors habe, so das italienische Unternehmen, bereits alle Anfragen der zuständigen Behörde beantwortet und rechne bis Ende August mit der endgültigen Entscheidung.

Das Angebot sieht den Kauf der Stammaktien von Iveco zu €14,10 je Aktie vor. Der zivile Teil der Gruppe wird mit rund €3,8 Milliarden bewertet. Zum Deal gehören Lkw, Busse, Antriebssysteme und Finanzdienstleistungen — nicht aber die Rüstungssparten IDV und ASTRA.

Der eigentliche Knackpunkt ist der Zeitplan. Im Januar wurde der Abschluss noch für die erste Jahreshälfte 2026 erwartet. Im Februar rückte das zweite Quartal in den Fokus. Im Mai verschob sich das Ziel auf das dritte Quartal. Der aktuelle Zeitplan mit Abschluss Anfang November bedeutet mindestens ein weiteres Quartal Verzug gegenüber der letzten offiziellen Prognose — die vierte Verschiebung in Folge.

Ein vorbereitender Schritt ist bereits erledigt: Im März verkaufte Iveco sein Rüstungsgeschäft an Leonardo, am 22. April zahlte das Unternehmen eine Sonderdividende von €5,8216 je Aktie. Ein Aktionär, der diese Dividende erhalten und anschließend das Angebot von Tata Motors angenommen hat, erhält aus beiden Vorgängen zusammen €19,9216 je Aktie.

Auch die Führung von Iveco bereitet sich auf den Kontrollwechsel vor. Finanzvorständin Anna Tanganelli wird das Unternehmen am 2. November verlassen — direkt nach dem voraussichtlichen Abschluss des Großteils des Angebots. Iveco sucht bereits nach einer Nachfolge.

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