Der Ford Mustang Mach-E GT bleibt einer der schnellsten Elektro-Crossover im Großserienbereich. Als klaren Spitzenreiter kann man ihn trotzdem nicht bezeichnen – und das hat einen guten Grund. Das Modell 2026 mit dem optionalen Performance-Upgrade leistet 480 PS und 949 Nm und beschleunigt laut Hersteller in 3,3 Sekunden auf 60 mph (96,6 km/h). Der reguläre Mach-E GT braucht dafür 3,8 Sekunden.
Schneller ist der Tesla Model X Plaid: Der Hersteller nennt 2,5 Sekunden, in einem unabhängigen Test wurden sogar 2,3 Sekunden gemessen. Allerdings sollte man den Model X nur mit Einschränkung als aktuellen Konkurrenten betrachten. Im Bericht zum zweiten Quartal 2026 bestätigte Tesla, dass die Fertigungslinien von Model S und Model X in Fremont bereits abgebaut wurden — Platz macht die Produktion der Optimus-Roboter.
Der Porsche Cayenne Turbo GT beschleunigt offiziell in 3,1 Sekunden auf 60 mph, MotorTrend maß im eigenen Test sogar 2,9 Sekunden. Sein 4,0-Liter-V8 leistet 650 PS. Der Preis in den USA beginnt allerdings bei rund 215.000 Dollar — kein direkter Ford-Konkurrent also, sondern ein deutlich teurerer Sportwagen im Crossover-Kleid.
Der Aston Martin DBX707 erzielte im Car-and-Driver-Test 3,1 Sekunden, der Lotus Eletre R kam bei Top Gear auf 2,94 Sekunden. In der aktuellen Lotus-Palette tragen die stärksten Versionen bereits die Bezeichnung Eletre 900 Series: Der Hersteller verspricht über 900 PS und einen Sprint auf 100 km/h in 2,95 Sekunden. Zufall? Kaum – die Konkurrenz zielt ganz offensichtlich genau auf diese Zahl.
Am kleinsten fällt der Unterschied beim Ferrari Purosangue aus. Unabhängige Tests ermitteln rund 3,2 Sekunden bis 60 mph, während Ferrari offiziell 3,3 Sekunden bis 100 km/h angibt. Direkt vergleichbar sind die beiden Werte nicht: Es unterscheidet sich nicht nur die Zielgeschwindigkeit, sondern auch die Messmethode selbst.
Eine solche Liste zeigt eindrucksvoll, was teure Performance-SUVs draufhaben. Über die richtige Kaufentscheidung sagt sie aber fast nichts aus. Das Ergebnis eines einzelnen Sprints hängt von Reifen, Fahrbahnbelag, Batterieladung und Temperatur ab — ein bis zwei Zehntelsekunden fallen im Alltag praktisch nicht auf. Der Preisunterschied zwischen Mach-E und Ferrari oder Aston Martin dagegen geht in die Hunderttausende Dollar — und das lässt sich nicht mit Messungenauigkeit erklären.
Der Ford Super Duty wurde kürzlich bereits zum dritten Mal in Folge zum attraktivsten Heavy-Duty-Pickup gekürt.