Honda hat in Japan einen Rückruf für 1.143 Accord-Limousinen mit der Bezeichnung 6AA-CY2 angekündigt — und der Grund war leicht zu übersehen. Die Aktion betrifft Fahrzeuge, die zwischen dem 3. April und dem 3. Dezember 2025 in Thailand gebaut wurden. Die Meldung ging am 30. Juli 2026 beim japanischen Ministerium für Land, Infrastruktur, Verkehr und Tourismus ein, die Reparaturaktion startete bereits am nächsten Tag, dem 31. Juli.
Der Übeltäter: ein Defekt im Rückenlehnenrahmen der Fahrer- und Beifahrersitze. Wegen einer ungeeigneten Pressform und unzureichender Fertigungskontrolle wurde die Kante des linken Seitenrahmens bei manchen Fahrzeugen nicht korrekt geformt. Eine Kleinigkeit? Auf dem Papier vielleicht. Doch die Form entspricht nicht den geltenden japanischen Sicherheitsstandards — Punkt.
Die Sitze komplett auszutauschen, plant Honda nicht. Stattdessen bringen die Händler an allen betroffenen Fahrzeugen zusätzliches Schutzmaterial an der Kante des linken Seitenelements beider Vordersitze an. Die Arbeiten erfolgen kostenlos.
Zum Zeitpunkt der Ankündigung lagen keine Meldungen über ein Auftreten des Defekts oder damit verbundene Unfälle vor. Das mindert die Dringlichkeit im Vergleich zu Rückrufen wegen Bremsen oder Lenkung, hebt die Reparaturpflicht aber nicht auf: Das Problem gilt offiziell als Verstoß gegen die Sicherheitsstandards.
Der Rückruf ist ausschließlich für den japanischen Markt registriert. Er gilt nicht automatisch für Accord-Modelle, die in andere Länder importiert wurden, selbst wenn der Wagen ebenfalls in Thailand gebaut wurde. Besitzer eines grau importierten Fahrzeugs mit übereinstimmender Bezeichnung und Fahrgestellnummer sollten separat beim Verkäufer, Importeur oder ausländischen Händler eine Prüfung anfordern.
Zuvor wurde berichtet, dass der Honda N-BOX ein Modul für automatisches Bremsen erhalten hat.
Details der Aktion: Die beim japanischen Verkehrsministerium eingereichte Meldenummer lautet Gai-4216, der betroffene Fahrgestellnummernbereich reicht von CY2-1100014 bis CY2-1101183. Die Besitzer werden per Post benachrichtigt; auch die Werkstätten erhalten die Information über das Fachblatt des japanischen Kfz-Werkstattverbands.