Toyota hat den GR86 überarbeitet — und das Preisschild nicht angefasst. Der Einstiegs-RC mit dem sechsstufigen „Handschalter“ kostet weiterhin 2.936.000 Yen, der Top-RZ mit Automatik 3.616.000 Yen. Exakt dieselben Zahlen standen schon 2024 in der japanischen Preisliste. Die Bestellbücher öffnen am 28. August.
Die wichtigste Neuerung ist EyeSight, das endlich dreiäugig geworden ist. Statt des bisherigen Kamerapaars bekommt das Coupé eine weitwinklige Stereoeinheit plus eine zusätzliche ultraweitwinklige Monokamera. Dem flachen Sportwagen gibt das genau die Übersicht, die ihm immer gefehlt hat. Ein Autopilot wird daraus nicht: Auf die Straße schauen muss weiterhin der Fahrer.
Dann kommen die Dinge, die in der Pressemitteilung nach Kleinkram aussehen und sich am Lenkrad sofort bemerkbar machen. Die Ingenieure haben die Gaspedalkennlinie und die elektrische Servolenkung neu abgestimmt. Auf nasser oder verschneiter Fahrbahn soll sich die Traktion feiner dosieren lassen, in schnellen Kurven soll der Wagen die gewählte Linie präziser halten.
Und jetzt zum Umfang der Arbeit. Das Schaltgetriebe wurde buchstäblich um einen halben Millimeter geändert: Die Fase der Schaltsperre wuchs um etwa 0,5 mm, damit der Wechsel vom fünften in den vierten Gang vor der Kurve williger gelingt. Ein halber Millimeter. Aus genau solchen Details aus dem Motorsport baut Toyota auch die Updates des GR Yaris.
Den Motor hat niemand angerührt. Der japanische GR86 behält den 2,4 Liter großen Saugboxer mit 235 PS und 250 Nm, den Heckantrieb und das sechsstufige Schaltgetriebe oder die Automatik. Der WLTC-Verbrauch liegt je nach Version bei 8,3 bis 8,5 l/100 km.
In die Palette kehrt Solid Gray zurück — genau jenes Grau, das sich auf dem Toyota 86 ab 2017 nur etwa ein halbes Jahr hielt. Die Ausstattung RZ bekommt weniger stark spiegelnde schwarze Schalter, und im schwarz-roten Innenraum umgeben die roten Akzente jetzt den Fahrer. Der Renn-GR86 Cup Car Basic hat endlich eine Automatik bekommen, deren Produktion im Dezember 2026 anläuft.