GMC bringt dem Sierra EV einen Trick bei, der bisher Tesla und teuren Nachrüst-Sicherheitssystemen vorbehalten war. Im Modelljahr 2027 sind die Kameras dieses riesigen Pickups nicht mehr nur eine Einparkhilfe — sie arbeiten künftig gegen Diebe, Vandalen und Pech auf der Straße. Das Modell erhält gleich drei neue Funktionen: Cabin Glance, Surround Vision Recorder und Security Recording.
Die nützlichste Neuerung: Die Außenkameras können jetzt Video aufzeichnen und für die spätere Ansicht speichern. Der Surround Vision Recorder verwandelt das serienmäßige 360-Grad-Kamerasystem praktisch in eine Multikamera-Dashcam. GMC bestätigt offiziell die Möglichkeit, Aufnahmen der Surround-Vision-Kameras aufzuzeichnen, anzusehen und zu speichern.
Dateien lassen sich auf einen USB-Stick sichern — etwa nach einem Unfall oder einem ungewöhnlichen Vorfall unterwegs. Noch spannender ist aber Security Recording. Sobald das Sicherheitssystem einen Einbruchsversuch vermutet oder ein anderes verdächtiges Ereignis registriert und den Alarm auslöst, beginnen die Außenkameras von selbst mit der Aufnahme — ganz ohne Zutun des Fahrers. In der offiziellen Anleitung von GMC heißt es ausdrücklich: Der Surround Vision Recorder aktiviert sich, sofern vorhanden, zusammen mit dem Alarm, unter anderem nach Auslösung der Bewegungssensoren im Innenraum, der Neigungssensoren oder der Glasbruchsensoren.
Die dritte Funktion arbeitet völlig anders — und zeichnet gar nichts auf. Cabin Glance nutzt eine nach hinten gerichtete Kamera in der Dachkonsole und zeigt das Bild der Fondpassagiere direkt auf dem zentralen Display. Man muss sich nicht mehr umdrehen, um nach einem Kind, einem Haustier oder der Ladung zu sehen. GMC betont aber ausdrücklich: Dieser Modus speichert und zeichnet kein Video auf — es ist nur ein Blick nach hinten, keine Überwachung.
An der schieren Zahl der Außenkamera-Perspektiven hat es dem Sierra EV ohnehin nie gemangelt. Schon das Modell 2026 bietet bis zu 14 verfügbare Kameraansichten rund um das Fahrzeug. Genau deshalb zählt das Update 2027 nicht wegen zusätzlicher Bilder, sondern weil es der bereits vorhandenen Hardware eine neue Rolle gibt — vom reinen Betrachten hin zu Aufzeichnung und Sicherheitsfunktion. Zugleich wechselt der Sierra EV 2027 auf einen fest verbauten NACS-Anschluss und damit auf Zugang zu Tesla-Ladestationen ohne separaten CCS-Adapter.
Die Produktion des neuen Modelljahrs soll laut Berichten am 12. Oktober 2026 beginnen; die offizielle GMC-Seite zum Sierra EV 2027 nennt zum Zeitpunkt der Veröffentlichung noch keine vollständigen technischen Daten. Der Wert des Kamera-Updates bemisst sich ohnehin an weit mehr als nur an einem weiteren hübschen Bild auf dem 16,8-Zoll-Display.
Der Sierra EV verfügt nun über Funktionen, die nach einem Unfall oder einem Einbruchsversuch Videobeweise hinterlassen können — und das ist längst keine nette Zugabe mehr, sondern Hardware, die dem Besitzer eine separate Dashcam ersparen und im Streitfall handfeste Beweise liefern kann.
Tarantas.news berichtete zuvor, dass alle neuen GMC Sierra EV des Modelljahrs 2026 beheizte, elektrisch klappbare Außenspiegel erhalten. Der Fahrerspiegel bekam zudem eine Positionsspeicherung und automatische Abblendung.