Zwei allradgetriebene Lexus LS500h teilen sich exakt denselben Hybridantrieb — und trotzdem liegen 4,68 Millionen Yen zwischen ihnen. Das ist kein Tippfehler. Das Basismodell I package AWD startet in Japan bei 13,05 Millionen Yen, das Executive AWD kostet bereits 17,73 Millionen. Niemand zahlt diesen Aufpreis für mehr Leistung, denn die gibt es nicht. Bezahlt wird dafür, wie der Wagen denjenigen behandelt, der hinter dem Fahrer sitzt.
Im Executive wechselt zuerst das Leder: Semianilinleder, erweiterte elektrische Sitzverstellung und ein komplett eigenes Ausstattungspaket für den Fond. Dabei sind die beiden Rücksitze nicht einmal gleichwertig. Lexus' eigenes Datenblatt nennt 22 Verstellmöglichkeiten für den linken Rücksitz und nur 16 für den rechten, die elektrisch ausfahrbare Fußstütze gibt es ausschließlich links. Belüftung, Sitzheizung, elektrische Sonnenrollos und eine eigene Bedienung der Kabinenfunktionen für die Fondpassagiere runden das Paket ab.
Dann ist da noch der Klang. Das Mark Levinson Reference 3D Surround Sound System bringt es auf 23 Lautsprecher, inklusive Deckeneinheiten, gegenüber nur 12 im serienmäßigen Lexus Premium Sound. Zusammengenommen macht das Executive-Paket aus der repräsentativen Limousine LS beinahe ein Fahrzeug für Besitzer, die öfter hinten sitzen als selbst zu fahren.
Am Auto selbst hat sich nichts geändert. Es bleibt das Flaggschiff der fünften Generation mit saugendem 3,5-Liter-V6 und Lexus' Multi Stage Hybrid System. Die AWD-Version verbraucht laut japanischem WLTC-Zyklus 12,5 km/L, umgerechnet rund 8,0 l/100 km. Die Abmessungen liegen bei 5.235 mm Länge, 1.900 mm Breite und 1.460 mm Höhe bei 3.125 mm Radstand.
Die letzte Auffrischung des japanischen LS erfolgte im September 2025: Lexus erweiterte die Farbpalette und machte die Sitzheizung vorn und hinten für die gesamte Baureihe zum Standard. Noch aufschlussreicher ist der Vergleich mit dem LS500h version L AWD für 16,05 Millionen Yen — bis zum Executive fehlen nur 1,68 Millionen Yen. Genau diesen Betrag verlangt Lexus faktisch für den letzten Schritt: vom ohnehin sehr teuren LS zu jener Version, in der der Fond zum eigentlichen Zentrum des Autos wird.
Wie bereits berichtet, testet Lexus zudem einen überarbeiteten RX mit veränderten Stoßfängern und neu gestalteter Front. Im Innenraum werden ein größerer Bildschirm und ein neues Infotainmentsystem erwartet, ein offizieller Debüttermin steht aber noch nicht fest.