AMG hat ein SUV aus dem Nichts gebaut, und dieser Schatten beweist es

AMG hat ein SUV aus dem Nichts gebaut, und dieser Schatten beweist es
Mercedes-AMG
Dmitry Yakin
Autor: Dmitry Yakin

Eine Kamera-getarnte Silhouette verrät AMGs allererstes komplett selbst entwickeltes SUV — gebaut auf AMG.EA, nicht von einem gewöhnlichen Mercedes geliehen.

Mercedes-AMG hat die Hülle gelüftet — nur einen Spalt breit — und etwas gezeigt, das es bei der Marke noch nie gab. Sollte die Silhouette unter der Tarnung tatsächlich zum erwarteten GT SUV gehören, wäre dies der erste AMG-Crossover überhaupt, dessen Architektur die Ingenieure in Affalterbach komplett neu entworfen haben, statt sie von einem bestehenden Mercedes zu übernehmen. Offiziell bestätigt wurde das Projekt bereits 2024 — gewartet wurde lange.

Die neuen Bilder zeigen Dachreling, eine flache, coupéhafte Dachlinie und eine Heckleuchtengrafik im Stil des elektrischen GT 4-Türers. Einen Namen hat der Wagen noch nicht. Auch kein Premierendatum. Ihn also ohne Vorbehalt GT SUV zu nennen, wäre verfrüht. Der Schweizer Mercedes-Händler hält sich damit allerdings nicht zurück: Die Bezeichnung ist dort bereits im Einsatz, die Weltpremiere wird für 2026 erwartet, die Auslieferung ab 2027.

Mercedes-AMG GT
© Mercedes-AMG

Technisch ist die Sache klarer. Mercedes-AMG hat für das SUV bereits die Plattform AMG.EA bestätigt, dazu Elektromotoren mit Axialflussprinzip und eine neue Hochleistungsbatterielösung. Und genau hier hat sich die Ausgangsquelle — Autoblog — vertan: Axial-Flux beschreibt die Motoren, nicht die Batterie.

Als Orientierung dient der bereits vorgestellte GT 4-Türer. Seine Basisversion GT 53 bekommt ein 800-Volt-System, eine Batterie mit 106 kWh, Laden mit bis zu 600 kW und zwei Elektromotoren mit zusammen 544 PS. Die stärkeren Varianten GT 55 und GT 63 gehen einen ganz anderen Weg — ein Dreimotorenkonzept mit Axialfluss-Aggregaten, entsprechend höher fallen die Leistungswerte aus. All das lässt sich noch nicht einfach auf das SUV übertragen: offizielle Serienwerte hat Mercedes-AMG dafür noch nicht genannt.

Leistung, Reichweite, Batterie, Preis — genau das hält die Spannung bis zur Enthüllung aufrecht. Was dagegen längst feststeht: Es wird keine weitere AMG-Version von GLE oder GLS. Es ist ein eigenständiges Elektromodell mit dem stolzen Zusatz „Born in Affalterbach“.

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