Vor zwei Jahren begründete Volkswagen die Verschiebung des elektrischen California mit fehlender Nachfrage. Jetzt sind die Ausreden aufgebraucht: Am 28. August feiert der ID. California Cruise auf Basis des ID. Buzz seine Premiere auf dem Caravan Salon in Düsseldorf. Noch ist es ein Konzept, doch der Konzern nennt es den Ausgangspunkt für eine ganze Familie batterieelektrischer Camper — Serienmodelle sollen bis 2028 schrittweise folgen.
Der Kontrast zu 2024 fällt ins Auge. Damals erklärte Lars Krause, Leiter Vertrieb und Marketing bei Volkswagen Nutzfahrzeuge, die Pause ohne Umschweife: „Jedes Entwicklungsprogramm hat technische Herausforderungen. Das hat nichts mit einem Stopp des Projekts zu tun. Nach genauer Betrachtung der Marktdaten und unserer Kunden sind wir zu dem Schluss gekommen, dass aus unserer Sicht die Nachfrage nach diesem Fahrzeugtyp noch nicht da ist. Wir erwarten, dass sie in der zweiten Hälfte des Jahrzehnts kommt. Natürlich behalten wir das im Blick. Der ID. Buzz ist ein Kultmodell, und eine mögliche California-Version wäre es auch.“ Die Nachfrage scheint nun endlich da zu sein.

Als Zwischenlösung diente die Elektrifizierung des regulären California: Das aktuelle Modell ist als eHybrid 4MOTION erhältlich und schafft bis zu 89 km rein elektrisch. Volkswagen wartete also nicht auf den vollelektrischen Camper, um den California an die Steckdose zu bringen — doch eine batterieelektrische Version auf ID.-Buzz-Basis blieb lange der nächste Schritt.
Jetzt hat dieser Schritt einen Termin. Technische Daten dagegen fehlen noch. Volkswagen hat für den ID. California Cruise weder Batteriekapazität noch Reichweite, Ladeleistung, das Zusatzgewicht der Campingausstattung noch den Grundriss des Wohnbereichs bekanntgegeben. Alle technischen Details sollen direkt auf dem Caravan Salon folgen, der vom 28. August bis 6. September stattfindet.
Gerade die Messepremiere wird zeigen, wie weit sich das Projekt tatsächlich vom regulären ID. Buzz entfernt hat. Für einen Camper zählen vor allem das Zusatzgewicht der Ausstattung und die reale Reichweite unterwegs — genau diese Zahlen hält Volkswagen bislang zurück.