Mercedes will nicht mehr, dass man den Antrieb sofort erkennt

Mercedes will nicht mehr, dass man den Antrieb sofort erkennt
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Vlad Komarov
Autor: Vlad Komarov

Mercedes rückt E-Autos und Verbrenner bei Design und Preis näher zusammen – der GLC 250 electric zeigt, wie nah sie sich schon sind.

Mercedes-Benz hat entschieden: Ein Elektroauto und ein Verbrenner müssen nicht länger wie entfernte Verwandte wirken. Der Konzern rückt seine Elektromodelle bewusst näher an die Verbrenner heran — bei Design und Preis gleichermaßen. Klaus Rehkugler, Leiter Produktmanagement und Global Training bei Mercedes-Benz, erklärt, warum: Die Kunden sind die Trennung leid. Sie wollen ein Gesicht für das Modell — unabhängig davon, was unter der Haube steckt.

Und es geht noch weiter. Der Konzern will den Anteil gemeinsamer Bauteile zwischen den Versionen deutlich erhöhen. Künftig sollen sich Elektro- und Verbrennermodelle Karosserieelemente, die Innenraumstruktur und sogar die Sitze teilen können. Die offizielle Strategie von Mercedes-Benz für 2026–2027 geht noch weiter: ein einheitliches Markendesign für alle BEV- und Verbrennermodelle, ohne Ausnahme.

Als Beispiel nannte Rehkugler den GLC 250 electric: Der Preis liegt bei rund 60.000 Euro — auf Höhe eines vergleichbaren GLC mit Verbrennungsmotor. Die Lücke, die Käufer bislang abgeschreckt hat, schließt sich vor unseren Augen. Je näher die Einstiegspreise zusammenrücken, desto schneller gleichen sich laut Rehkugler auch die Gebrauchtwagenpreise solcher Modelle an.

Erste Anzeichen sprechen dafür, dass die Rechnung aufgeht: Nach eigenen Angaben des Unternehmens haben sich die Restwerte gebrauchter Mercedes-Elektroautos in den vergangenen drei bis sechs Monaten stabilisiert. Ein Vorbehalt bleibt: Das ist die Einschätzung des Herstellers selbst, keine unabhängige Studie des Gebrauchtwagenmarkts — die Zahlen sind entsprechend mit Vorsicht zu genießen.

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