Niemand hat sie gesehen, aber alle reden schon über ihren Preis

Niemand hat sie gesehen, aber alle reden schon über ihren Preis
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Dmitry Yakin
Autor: Dmitry Yakin

Bis zu 7 Millionen Yen soll die neue PHEV-Delica kosten – nur offiziell bestätigt hat Mitsubishi davon noch gar nichts. Was hinter den Zahlen steckt.

Mitsubishi hat dazu noch kein einziges Wort verloren. Und trotzdem streitet die Branche bereits über die Delica D:6, als stünde sie längst in den Schauräumen. Die Rede ist von einer PHEV-Version mit einem Preis zwischen 5,8 und 7 Millionen Yen. Doch hier liegt der entscheidende Haken: Ein Serienmodell mit diesem Namen hat Mitsubishi bislang überhaupt nicht vorgestellt. Die Zahlen zu Leistung, Reichweite und Preis stammen vom japanischen Magazin Response — als Prognose, nicht als Werksangabe.

Und doch kommen die Gerüchte nicht aus dem Nichts. Bereits 2023 zeigte Mitsubishi das Concept D und bezeichnete es ausdrücklich als Ausblick auf die künftige Delica-Familie. Das Concept kombinierte PHEV-Technik, elektrischen Allradantrieb und das System S-AWC — genau diese Lösungen werden der vermuteten D:6 nun zugeschrieben.

Laut dem japanischen Magazin könnte der aktuelle 2,2-Liter-Diesel einem System mit 2,4-Liter-Benziner und zwei Elektromotoren weichen. Prognostiziert werden rund 300 PS Systemleistung und 80 bis 100 km rein elektrische Reichweite. Weder diese Werte noch der Abschied vom Diesel sind von Mitsubishi offiziell bestätigt. Der Preissprung dürfte dabei deutlich ausfallen — die Frage ist nicht ob, sondern wie schmerzhaft.

Die aktuelle Delica D:5 kostet in Japan ab 4,51 Millionen Yen, die teuerste Hauptausstattung startet bei 4,9445 Millionen Yen. Alle aktuellen Versionen fahren mit Diesel und Allradantrieb, der Normverbrauch liegt bei 12,9 km/l, umgerechnet etwa 7,8 l/100 km. Vor diesem Hintergrund bedeuten die prognostizierten 5,8 Millionen Yen einen Aufschlag von mindestens 1,29 Millionen Yen gegenüber dem heutigen Einstiegspreis. Nicht wenig.

Der Umstieg auf PHEV könnte einen Teil der Differenz erklären: Der aktuelle Outlander PHEV nutzt bereits einen 2,4-Liter-Motor, zwei Elektromotoren und eine Batterie mit 22,7 kWh, die in japanischer Spezifikation bis zu 106 km rein elektrische Reichweite ermöglicht. Genau deshalb wirkt das Gerücht um ein ähnliches System für den Delica technisch plausibel. Doch Plausibilität ist noch keine Bestätigung — das sind zwei verschiedene Dinge.

Zusätzlich befeuert eine weitere Mitsubishi-Neuheit die Aufmerksamkeit. Der Hersteller hat bereits offiziell angekündigt: Im Herbst 2026 kehrt der Pajero nach sieben Jahren Abwesenheit auf den japanischen Markt zurück. Das von Response angesprochene Dilemma „Pajero oder Delica“ ist damit für künftige Käufer durchaus real — nur dass der Pajero bereits vom Hersteller bestätigt ist, während die D:6 vorerst eine erwartete Fortsetzung der fast zwanzigjährigen D:5-Geschichte bleibt.

Zuvor hatte Tarantas.news berichtet, dass der Mitsubishi Pajero die meistdiskutierte Automobilneuheit im Juli-Ranking von Response war. Anders als die Gerüchte um Celica und GR Camry ist seine Rückkehr bereits bestätigt: Die Premiere findet im Herbst 2026 statt.

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