MGs siebensitziger Elektro-SUV wurde noch vor der offiziellen Premiere fast komplett enttarnt — nur waren es nicht MGs Ingenieure, die das erledigt haben, sondern ganz gewöhnliche indische Straßen. Der Wagen wurde völlig ohne Tarnung in Indien gesichtet, und Autocar India hat ihm bereits einen Namen gegeben: Hector Tomahawk. Das Medium schätzt den Preis auf etwa ₹18–25 Lakh, die Enthüllung soll am 26. August stattfinden. Einen offiziellen Preis hat MG bislang nicht veröffentlicht — doch die Wartezeit dürfte sich dem Ende nähern. Der Tomahawk soll oberhalb des regulären Hector positioniert werden.
Und genau hier wird es spannend. Bestätigt sich die Prognose, überschneiden sich die Preisbereiche von Tomahawk und dem klassischen Benzin-Hector teilweise: Die Topversionen des Verbrenner-Hector kosten bis zu rund ₹20 Lakh. Damit entsteht die seltene Situation, dass ein großer Siebensitzer-Stromer preislich auf Augenhöhe mit einem gut ausgestatteten Verbrenner-SUV derselben Marke steht. Die Wahl muss dann der Kopf treffen, nicht allein das Portemonnaie.
Die technischen Daten der Indien-Version sind offiziell noch nicht bekannt, doch es gibt einen verlässlichen Anhaltspunkt: den verwandten Wuling Eksion. Dessen Elektroversion bringt eine LFP-Batterie mit 69,2 kWh mit, dazu einen vorn verbauten Elektromotor mit 150 kW (rund 201 PS) und 310 Nm. Die angegebene Reichweite liegt bei bis zu 530 km nach CLTC-Zyklus. Das klingt beeindruckend, sollte man aber nicht für bare Münze nehmen: CLTC misst deutlich optimistischer als WLTP, die reale Reichweite dürfte also niedriger ausfallen.
Ersten Angaben zufolge werden die Abmessungen des Tomahawk denen des Spenderfahrzeugs sehr nahekommen: rund 4.745 mm Länge, 1.850 mm Breite und 1.755 mm Höhe bei 2.810 mm Radstand. Die Siebensitzer-Konfiguration hat MG bereits offiziell bestätigt, und die Erlkönig-Fotos zeigen eine praktisch serienreife Karosserie — geschlossene Frontpartie, große Räder und zweifarbige Lackierung.
Basis des Fahrzeugs ist die neue ADAPT-Architektur von MG. Der Hersteller hat bestätigt, dass sie von Grund auf für Elektroautos, klassische Hybride, Plug-in-Hybride sowie Modelle mit Benzin-Range-Extender ausgelegt ist. Bis zum Ende des Geschäftsjahres 2026–2027 sollen darauf mindestens ein EV und ein PHEV entstehen. Die Meldung von Autocar über eine spätere Hybridversion des Tomahawk erscheint damit durchaus plausibel — auch wenn MG deren Daten noch nicht veröffentlicht hat.
Tarantas.news berichtete bereits zuvor, dass in Indien ein Elektro-MG auf Basis des Wuling Starlight 560 gesichtet wurde. Diesem werden eine Batterie mit 69,2 kWh und dieselbe Reichweite von 530 km zugeschrieben — obwohl das serienmäßige chinesische Spenderfahrzeug tatsächlich nur einen Akku mit 56,7 kWh besitzt. Die Zahlen rund um das neue Modell widersprechen sich derzeit noch selbst — echte Klarheit gibt es erst am 26. August.