Das hat keiner kommen sehen, und jetzt gehört der Rekord einem gelben F50

Das hat keiner kommen sehen, und jetzt gehört der Rekord einem gelben F50
Mecum
Dmitry Yakin
Autor: Dmitry Yakin

Ein seltener Ferrari F50 in Giallo Modena hat bei Mecum in Monterey den Modellrekord pulverisiert — verkauft für 14,575 Millionen Dollar, über 2 Millionen mehr als der Januar-Rekord.

Das hat keiner kommen sehen — ein Ferrari F50 hat gerade mehr gekostet als so mancher exklusive Hypercar unserer Zeit. Das gelbe Exemplar aus dem Modelljahr 1996 stellte einen neuen Auktionsrekord auf: Bei Mecum in Monterey wechselte es für 14,575 Millionen Dollar inklusive Aufgeld den Besitzer. Das eigentliche Zuschlagsgebot lag bei 13,25 Millionen Dollar. Und das, nachdem der Rekord im Januar noch bei 12,21 Millionen Dollar stand. Der Markt für den F50 hat die Messlatte innerhalb weniger Monate um mehr als 2 Millionen Dollar nach oben geschoben.

Das Geheimnis liegt nicht nur in der Seltenheit. Fahrgestellnummer 239 von 349 gebauten Einheiten sticht durch die Farbe Giallo Modena heraus — nur 31 F50 verließen das Werk je in diesem Ton. Der Wagen wurde ursprünglich in die Schweiz geliefert, landete später in den USA und zeigte beim Verkauf 7.253 km auf dem Tacho. Mecum bestätigt: Originalkarosserie, Motor, Getriebe und Chassis sind allesamt erhalten — bescheinigt durch ein Ferrari-Classiche-Zertifikat.

Ferrari F50
© Mecum

Was den Preis wirklich in eine andere Liga hebt, ist die Vollständigkeit. Zum Wagen gehören noch drei Schedoni-Reisetaschen, Werkzeug ab Werk, ein Koffer für das abnehmbare Dach, ein Notverdeck, eine Warnleuchte und ein seltenes Paar TOD'S Ferrari F50-Schuhe in Größe 7,5. Laut Mecum wurden von diesen Schuhen nur 349 Paare gefertigt — passend zur Stückzahl der Autos — und nach drei Jahrzehnten bleiben die Schuhe nur noch selten bei ihrem F50. Ob dieses spezielle Paar je getragen wurde, bestätigt das Auktionshaus allerdings nicht.

Die Technik blieb komplett werksseitig: ein Saugmotor-V12 mit 4,7 Litern Hubraum und ein manuelles Sechsganggetriebe. Ferrari nennt 520 PS, 471 Nm Drehmoment, einen Sprint von 0 auf 100 km/h in 3,87 Sekunden und eine Höchstgeschwindigkeit von 325 km/h. In amerikanischen Auktionsunterlagen stehen 513 PS — der Unterschied liegt am jeweiligen Messstandard.

Ferrari F50
© Mecum

Zufall? Am selben Tag verkaufte RM Sotheby's einen weiteren F50 — einen roten Wagen, dessen erster Besitzer Mike Tyson war. Er ging für 12,105 Millionen Dollar weg. Der gelbe Mecum-Wagen war damit rund 2,47 Millionen Dollar teurer — trotz des weitaus prominenteren Namens in der Besitzerhistorie von Tysons Auto.

Es scheint, die Zeiten, in denen Sammler für einen F50 nur wegen minimaler Laufleistung oder eines berühmten Namens in den Papieren zahlten, sind vorbei. Eine seltene Werksfarbe, Originalität und selbst ein erhaltenes Zubehörset können den Preis eines Autos allein schon um Millionen von Dollar nach oben treiben.

Zuvor hatte berichtet, dass Ferrari eine Markenanmeldung für den Namen LC67 eingereicht hat, die Fahrzeuge und zugehörige Produkte abdeckt. Der Name wird mit Luigi Chinetti und dem Jahr 1967 in Verbindung gebracht, in dem der äußerst seltene NART Spider erschien — eine offizielle Ankündigung eines neuen Modells gibt es aber noch nicht.

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