Buick hätte Käufer des teureren Electra L7 EV problemlos für einen größeren Akku zur Kasse bitten können. Hat es aber nicht getan. Selbst die Basisversion bekommt denselben 80,6-kWh-Akku, die 800-Volt-Architektur und die angegebenen 702 km CLTC-Reichweite. Gespart wird ganz woanders – der günstigsten Ausstattung fehlt nicht die Kapazität, sondern der Verstand: das fortschrittliche Fahrassistenzsystem mit Lidar.
Die offiziellen Preise der drei Versionen liegen bei 179.900, 199.900 und 209.900 Yuan. Mit den Einführungsrabatten sind es 169.900, 189.900 und 199.900 Yuan. Und hier ein kurioses Detail: Die Topversion kam am Ende sogar 7.000 Yuan günstiger auf den Markt, als sie in der Vorbestellphase kostete.
Die Technik selbst kennt dagegen keine Preisklassen. Der Heckmotor leistet 282 kW – umgerechnet rund 383 PS – und 382 Nm Drehmoment. Die fünf Meter lange Limousine beschleunigt in 5,6 Sekunden auf 100 km/h, die Höchstgeschwindigkeit liegt bei 220 km/h. Der CATL-Akku unterstützt 6C-Laden: von 30 auf 80 Prozent in neun Minuten, und schon zehn Minuten an einer passenden Ladesäule sollen rund 450 km Normreichweite hinzufügen. Genau hier fängt der Sinn des Aufpreises an.
Der Basis-Electra L7 verzichtet komplett auf die erweiterten Fahrassistenzfunktionen. Die beiden höheren Versionen erhalten dagegen ein Lidar, drei Millimeterwellenradare und sieben hochauflösende Kameras; die Software basiert auf dem Modell Momenta R6, ein OTA-Update auf R7 ist für später versprochen.
Im Innenraum verspricht Buick einen Qualcomm-SA8775P-Prozessor, ein 15,6-Zoll-Zentraldisplay, ein 10,25-Zoll-Kombiinstrument, ein 50-Zoll-AR-Head-up-Display und ein Buick-Sound-System mit 27 Lautsprechern. Die Länge des Fahrzeugs beträgt 5.032 mm, der Radstand exakt 3.000 mm.
Der Unterschied zwischen Basis- und Topversion – 30.000 Yuan – kauft also weder zusätzliche Leistung noch einen größeren Akku noch mehr CLTC-Reichweite. Für Käufer bleibt am Ende eine einfachere Frage: Sind Lidar und erweiterte Fahrassistenz den Verzicht auf die günstigste Version wert?
Buick hatte zuvor bestätigt, dass die Produktion des Encore GX im Modelljahr 2026 am 31. Oktober endet. Ein Abschied für den Crossover ist das nicht – das Werk wechselt auf die Modelle des Jahrgangs 2027, deren Daten GM bisher nicht bekannt gegeben hat.