Während der Rest der Welt auf Crossover setzt, macht Peugeot das Gegenteil – und hält am Kombi fest. Der überarbeitete 308 SW GT Hybrid ist gerade in Japan gestartet, auf nur 80 Exemplare limitiert, zum Preis von 5,39 Millionen Yen (umgerechnet rund 36.000 Dollar). Und das Überraschendste daran: Sein größtes Verkaufsargument ist nicht das Design – es ist ein wirklich riesiger Kofferraum mit 1.634 Litern.
Nach dem Facelift sind die alten senkrechten „Reißzahn"-Tagfahrleuchten beim 308 verschwunden. Oben sitzen jetzt drei Lichtstreifen in Form von Löwenkrallen-Spuren, die Hauptscheinwerfer wandern tiefer in eine dunkle Fläche, und das Peugeot-Emblem leuchtet nun. Am Innenraum wurde nicht radikal geschraubt – das markante i-Cockpit mit kleinem Lenkrad und darüber platziertem Kombiinstrument bleibt unverändert. Der Kombi misst 4.655 mm in der Länge bei 2.730 mm Radstand – das sind 235 mm beziehungsweise 50 mm mehr als beim aktuellen 308-Fließheck. Die Rücksitzbank lässt sich im Verhältnis 4:2:4 umlegen, und die Heckklappe öffnet sich inzwischen von selbst – elektrischer Antrieb mit berührungsloser Bedienung ist hier kein Luxus mehr, sondern Standard.
Unter der Haube arbeitet ein 1,2-Liter-Turbo-Dreizylinder mit 136 PS, kombiniert mit einem 20-PS-Elektromotor, der in ein 6-Gang-Doppelkupplungsgetriebe integriert ist. Die Antriebsbatterie fällt mit 0,9 kWh eher klein aus. Der Verbrauch nach dem japanischen WLTC-Zyklus liegt bei 20,4 km/l, also etwa 4,9 l/100 km. Besonders hervorgehoben werden die Laufruhe bei höherem Tempo, die gut dosierte Lenkung und eine Karosserie, die sich spürbar steif anfühlt.
Das Ergebnis? Fünf von fünf Sternen in allen fünf Kategorien – von Layout und Antrieb bis zu Fahrverhalten und Gesamtempfehlung. Das ist natürlich die Einschätzung eines einzelnen Journalisten, kein Ergebnis eines Vergleichstests. Doch inmitten der allgemeinen SUV-Begeisterung behält der 308 SW ein einfaches Trumpfargument: nahezu Crossover-Praktikabilität, ohne die niedrige Sitzposition und das Fahrverhalten eines klassischen Pkw aufzugeben.
Peugeot hatte zuvor angekündigt, bis 2030 sieben neue Modelle auf den Markt zu bringen. Der neue E-208 kommt 2027, der E-2008 ein Jahr später, während die heutigen Benzin- und Hybridmodelle während der Übergangsphase im Programm bleiben.