Xiaomi hat den Skynomad N70 Max auf der 29. Chengdu Motor Show ausgepackt — ein großer Familien-SUV aus der neuen Pengcheng-Reihe, der im September auf den chinesischen Markt kommen soll. Den Vorbestellungspreis hätte wohl kaum jemand erwartet: 259.900 Yuan, den finalen Preis will Xiaomi erst zum vollen Verkaufsstart nennen.
Die entscheidende Zahl hier lautet 76 kWh. Für ein Auto mit Benzin-Reichweitenverlängerer ist das ein ungewöhnlich großer Akku: Xiaomi verspricht bis zu 505 km rein elektrische Reichweite nach CLTC-Zyklus und bis zu 1.461 km in Summe. Ist die Batterie leer, liegt der Verbrauch laut Hersteller bei 6,1 l/100 km nach WLTP. Der 1,5-Liter-Benziner treibt die Räder nie direkt an — er arbeitet ausschließlich als Generator im seriellen Hybridsystem.
Zwei Elektromotoren leisten zusammen 310 kW, umgerechnet rund 422 PS. Der Allradantrieb beschleunigt den N70 Max in 5,5 Sekunden auf 100 km/h — ein Wert, von dem ein großer Familien-Crossover eigentlich nicht einmal träumt. Bei 4.960 mm Länge und 2.950 mm Radstand bleibt er strikt fünfsitzig. Zur Serienausstattung gehören eine vordere Doppelquerlenkerachse, eine hintere Mehrlenkerachse, Luftfederung und adaptive Dämpfer.
Die Fotos aus Chengdu könnten den Eindruck erwecken, im Innenraum säßen vier separate Einzelsitze. Tatsächlich handelt es sich um ein 2+3-Layout: Die Vordersitze lassen sich nach hinten drehen, die Mittelkonsole verschiebt sich durch die Kabine. Im „Face-to-Face“-Modus verwandeln Fahrer- und Beifahrersitz das geparkte Auto fast in ein kleines Wohnzimmer. Der maximale Beinraum in der zweiten Reihe liegt bei 1.410 mm, der Kofferraum lässt sich auf bis zu 2.425 Liter erweitern.
Genau diese Verwandlungsfähigkeit ist der eigentliche Unterschied zum gewöhnlichen großen SUV. Käufer bekommen ein Auto, das im Alltag fast wie ein Elektroauto fährt, für die lange Strecke aber einen Benzingenerator im Gepäck hat. Die Kehrseite liegt auf der Hand: Zur riesigen Batterie kommen dauerhaft noch Verbrennungsmotor, Kraftstoffsystem und ein 45-Liter-Tank hinzu — ob sich dieses Konzept wirklich lohnt, zeigen erst reale Verbrauchs- und Gewichtstests.