904 PS unter der Haube eines Leiterrahmen-Kolosses – und das ist noch nicht einmal die Topversion. Auf der 29. Chengdu Motor Show 2026 zog ausgerechnet Cherys Neuling-Submarke Zongheng die Aufmerksamkeit vom eigentlichen Stand ab. Reporter fotografierten hier gleich mehrere Versionen des massiven G700 mit Leiterrahmen – von der Standardausführung bis zur harten Geländevariante mit Geländereifen, Zusatzausrüstung und dem markanten Topfire-Design.
Hinter der brutalen Optik steckt Technik, die man in einem klassischen Leiterrahmen-Geländewagen nicht oft findet. Der G700 basiert auf der GAIA-Plattform und nutzt einen Plug-in-Hybridantrieb mit 2,0-Liter-Turbomotor und zwei Elektromotoren. Die Systemleistung liegt bei 665 kW, umgerechnet etwa 904 PS, das Drehmoment bei 1.135 Nm. Der Sprint auf 100 km/h soll in 4,6 Sekunden gelingen. Im Ernst.
Auch die Abmessungen passen zum Anspruch: 5.198x2.050x1.956 mm bei 2.870 mm Radstand. Eine Batterie mit 34,13 kWh Kapazität liefert nach CLTC-Zyklus bis zu 150 km rein elektrische Reichweite, die gesamte angegebene Reichweite erreicht 1.400 km. Das Laden von 30 auf 80 Prozent dauert rund zehn Minuten – sofern eine passend starke Ladesäule zur Verfügung steht.
In China kostet die G700-Familie ab 329.900 Yuan, umgerechnet derzeit rund 40.000 Euro. Die hier abgebildete werkseitige Topfire-Version ist deutlich teurer: Der offizielle Preis liegt bei 424.900 Yuan (etwa 51.500 Euro), der zeitlich begrenzte Aktionspreis lag bei 399.900 Yuan (rund 48.500 Euro).
JETOUR hatte bereits im November 2025 offiziell angekündigt, den G700 2026 auf den russischen Markt zu bringen. Bis heute fehlt das Modell jedoch auf der offiziellen Markenseite unter den Fahrzeugen mit veröffentlichten Russland-Preisen – Preis, Ausstattungsvarianten und der genaue Marktstart bleiben damit vorerst offen.
Für Chengdu selbst ist der G700 keine Premiere mehr: Das Modell wurde hier bereits vor einem Jahr erstmals gezeigt, bevor es auf den chinesischen Markt kam. Interessanter ist diesmal, wie die Familie wächst – neben den regulären Versionen bringt Zongheng inzwischen auch werksseitige Geländevarianten. Für die künftige russische Version stellt sich die eigentliche Frage längst nicht mehr bei der Leistung – daran gibt es keinen Zweifel mehr. Die Frage ist, wie nah der Preis nach Import und lokaler Anpassung an die chinesischen 40.000 bis 51.500 Euro herankommt.