Am Volkswagen-Stand in Chengdu haben wir uns den ID.UNYX 07 endlich genauer angesehen – und er könnte eines der interessantesten China-Modelle der Marke seit Langem sein. Zum offiziellen Einstiegspreis von 129.900 Yuan, umgerechnet rund 16.500 Euro, bietet der Wagen 558 Kilometer Reichweite nach CLTC-Zyklus und einen für diese Fahrzeugklasse ungewöhnlich großen 711-Liter-Kofferraum. Klappt man die Rücksitze um, wächst das Volumen auf 1.580 Liter.
Eine Premiere der Chengdu Motor Show 2026 ist das allerdings nicht. Der ID.UNYX 07 wurde bereits am 24. April auf der Auto China in Peking der Öffentlichkeit vorgestellt, seit dem 23. Mai steht er beim chinesischen Handel. Aktuell umfasst die Palette die Ausstattungen Pure und Pure SE zu offiziellen Preisen von 129.900 beziehungsweise 139.900 Yuan – umgerechnet etwa 16.500 und 17.700 Euro.
Die fünftürige Limousine misst 4853x1852x1566 mm bei einem Radstand von 2826 mm. Der einzige Elektromotor sitzt hinten und leistet 170 kW beziehungsweise 231 PS bei 350 Nm Drehmoment. Eine 59,9-kWh-Batterie ermöglicht die angegebenen 558 km nach CLTC, der Sprint auf 100 km/h dauert 8,1 Sekunden.
Die eigentliche Besonderheit des ID.UNYX 07 steckt weniger in der Technik als in der Elektronik – und genau da wird es spannend. Es ist der erste Serien-Volkswagen auf der in China entwickelten CEA-Architektur, entstanden bei Volkswagen China Technology Company, CARIAD China und XPeng. Sie ist auf permanente OTA-Updates ausgelegt: Im Juli erhielten Besitzer bereits eine neue Softwareversion mit Verbesserungen bei Infotainment, Einparkhilfe und Fahrassistenzsystemen. Das Auto entwickelt sich also weiter, auch nachdem man es gekauft hat.
Im Innenraum gibt es ein 10,25-Zoll-Kombiinstrument, einen 15-Zoll-Zentralbildschirm, einen 12-Zoll-Beifahrerbildschirm und ein AR-Head-up-Display. CarPlay, HiCar, ein UWB-Digitalschlüssel und das System Highway NOA sind ebenfalls an Bord. Ein weiteres praktisches Detail: Der minimale Wendekreis beträgt gerade einmal 4,7 Meter.
Kommt der ID.UNYX 07 jemals auch in andere Märkte? Bestätigte Pläne dafür gibt es bislang nicht. Der chinesische Preis sollte deshalb nicht als Vorschau auf einen künftigen europäischen Preis verstanden werden: Selbst wenn vereinzelte Fahrzeuge über alternative Kanäle den Weg zu uns finden sollten, hängt der tatsächliche Preis von Logistik, Zöllen und Händlermargen ab.