Am Zeekr-Stand in Chengdu zeigte die Marke eine der teuersten Elektro-Vans überhaupt — den 009 Guanghui. Eine Premiere der Chengdu Motor Show 2026 ist das Auto nicht: Die viersitzige Version kam bereits im April 2024 auf den Markt. Am Preis hat sich seither nichts geändert. Chinesische Kataloge listen weiterhin 789.000 Yuan, umgerechnet rund 109.000 US-Dollar.
Für dieses Geld bekommt man nicht einfach einen stärkeren 009 — sondern praktisch eine VIP-Kabine für vier Personen. Zwischen Fahrer und Fondbereich sitzt eine Trennwand mit 43-Zoll-4K-Bildschirm, und die Seitenscheiben können komplett verschwinden: Das regelbare LC-Verdunkelungsglas bietet zehn Transparenzstufen, der Wechsel in den dunkelsten Zustand dauert nur etwa 1,5 Sekunden.
Auch technisch ist das kein Kompromissmodell. Zwei Elektromotoren leisten zusammen 580 kW, also 789 PS, bei 810 Nm Drehmoment — das reicht für einen Sprint auf 100 km/h in 3,9 Sekunden. Die 108-kWh-Batterie liefert 702 km Reichweite nach CLTC, und das Laden von 10 auf 80 % dauert rund 11,5 Minuten. Die Abmessungen betragen 5.217 x 2.024 x 1.812 mm, der Radstand liegt bei 3.205 mm.
Und jetzt kommt die Pointe. Der überarbeitete reguläre Zeekr 009 des Jahrgangs 2026 leistet in der Zweimotoren-Version bereits 925 PS, hat eine 900-Volt-Architektur bekommen — und kostet in China nur 459.800 bis 469.800 Yuan, umgerechnet etwa 64.700 bis 69.100 US-Dollar. Der Aufpreis für den Guanghui hat also nichts mit Leistung zu tun. Es geht um die viersitzige Kabine, die Privatsphäre und eine Repräsentations-Ausstattung, die sich mit PS-Zahlen nicht kaufen lässt.
Außerhalb Chinas wird dieser Abstand durch Importkosten, Steuern und Händlermargen noch größer.